VfB 03 Hilden verpasst den ersten Heimsieg

Fußball : VfB 03 verpasst den ersten Heimsieg

Die Hildener Fußballer gehen gegen den 1. FC Kleve zweimal in Führung, doch der bis dahin noch punktlose Oberliga-Rivale gleicht zweimal aus. Torwart Marvin Oberhoff hält am Ende das 2:2-Unentschieden fest.

Die Fußballer des VfB 03 warten weiter auf den ersten Heimsieg. In einer turbulenten Anfangsphase der Oberliga-Partie gegen den 1. FC Kleve legten sie zwar den Grundstein, versäumten es aber in der Folge, nach ihrer 2:1-Führung  entscheidend nachzusetzen und hatten deshalb am Ende auch etwas Glück, dass es beim 2:2-Unentschieden blieb, denn in der letzten Viertelstunde kamen die Gäste über Standards noch zu guten Gelegenheiten. „Wenn man es schön reden will, dann sind wir weiter ungeschlagen, aber wir haben ein schlechtes Spiel gemacht. Es ist nicht unser Anspruch, lange Bälle nach vorne zu schlagen“, stellte Stefan Schaumburg fest. Letztlich war der Kapitän der Hildener aber mit dem Ergebnis zufrieden. „So, wie die Partie gelaufen ist, war es am Ende vielleicht gerecht“, sagte er.

Nur sieben Minuten waren gespielt, da brachte Selcuk Yavuz die Platzherren in Führung. Kaum war der Jubel der VfB-Fans verklungen, da schlugen die Klever schon zurück, denn Andre Trienenjost nutzte ein Missverständnis in der Hildener Abwehr und glich per Kopf zum 1:1 (10.) aus . Die Hildener hielten den Offensivdruck aufrecht. Nach Vorarbeit von Yavuz brachte Talha Demir die Gastgeber wieder mit 2:1 (15.) in Front. In der Folge fanden die Klever besser in die Begegnung. Gleichwohl verzeichnete der VfB 03 weitere Chancen, doch der Freistoß von Demir strich am Kasten vorbei (34.) und der Freistoß von Serdar Ogün war zu harmlos –  FC-Keeper Andre Barth hielt ihn locker (39.). Auf der anderen Seite musste sich VfB-Schlussmann Marvin Oberhoff mächtig strecken, um den Schuss von Pascal Hühner, der über die linke Seite in den Strafraum zog, zur Ecke zu lenken (40.). So gingen die Hildener mit einer knappen Führung in die Pause.

„Wir hatten Probleme mit dem Wetter, haben es nicht geschafft, an das Spiel in Baumberg anzuknüpfen. Wenn wir den einen oder anderen Konter besser ausspielen, dann geht es am Ende 3:1 oder 4:1 aus“, resümierte Schaumburg und trauerte den vergebenen Möglichkeiten nach. So aber kämpften die Klever nach dem Seitenwechsel um den Ausgleich. Niklas Klein-Wiele hatte im Hildener Strafraum freie Bahn, aber Oberhoff klärte den Schuss per Fußabwehr (55.). Dann lupfte Fabio Forster den Ball auf Klein-Wiele, der am rechten Pfosten abzog, diesmal entschärfte Oberhoff die Situation mit den Fäusten (61.). Schlitzohr Trienenjost setzte Oberhoff bereits im Hildener Strafraum unter Druck – der VfB-Torhüter rettete sich mit einem Pass ins Seitenaus (64.).

Auf der anderen Seite tankte sich Demir über die rechte Seite vor das Klever Gehäuse, fand aber seinen Meister in Keeper Barth (72.). Drei Minuten später bekamen die Hildener das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Hühner passte von der rechten Seite und Trinenjost, der mit dem Rücken zum Tor stand, beförderte die Kugel mit der Hacke zum 2:2 über die Linie (76.). Für Oberhoff gab’s bei diesem Kullerball nichts zu halten.

Als Demir ein weiteres Mal zum Freistoß antrat, hofften die VfB-Fans auf den Siegtreffer, aber Schlussmann Barth pflückte den Schuss aus 18 Metern mühelos aus der Luft (78.). Die letzte Chance der Gastgeber verzeichnete der eingewechselte Pascal Weber nach Vorarbeit von Fabio di Gaetano, aber der Stürmer jagte das Leder weit über den Querbalken (86.). Doch auch die letzten Möglichkeiten der Klever nach Ecken verpufften.

„In der ersten Halbzeit haben wir viele Fehler gemacht. Es fehlte an der Einstellung, am Zweikampfverhalten und am Aufbauspiel. Wir haben da sehr pomadig gespielt“, stellte Umut Akpinar seiner Mannschaft für die ersten 45 Minuten ein miserables Zeugnis aus. Besser fiel das Urteil des Klever Trainers für den zweiten Durchgang aus. Sein Fazit: „In den letzten 25 Minuten haben wir das gespielt, was wir uns vorgestellt hatten. Mit etwas Glück mchen wir noch das 3:2, aber wir können auch mit dem einen Punkt gut leben.“ Noch unter dem Eindruck der zweiten Halbzeit gestand dagegen VfB-Coach Marc Bach: „Wir wollten weiter auf das dritte Tor gehen, aber die Beine waren schwer. Mit Glück und Marvin haben wir es zu einem Punkt gebracht.“

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