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Oberligist ME-Sport will sportlich seine Hausaufgaben machen

Handball : ME-Sport bereitet sich konzentriert vor

Die Mettmanner Oberliga-Handballer wollen sportlich ihre Hausaufgaben machen für eine Saison im Zeichen der Corona-Pandemie. Erst vor einer Woche bestritt das Tiedermann-Team nach langer Pause wieder eine Handball-Partie.

Passend zur aktuellen Wetterlage haben auch die Handballer von Mettmann-Sport in der vergangenen Woche die heiße Phase der Vorbereitung eingeläutet. Es ist dazu eine besondere Vorbereitung. Zwar steht der 5. September groß im Kalender der Mettmanner Handballer, ob das Heimspiel zum Ligastart gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade aber angepfiffen wird, will man noch nicht richtig glauben. „Seit Anfang Juni bereiten wir uns auf die anstehende Saison vor. Wir sind uns aber nicht wirklich sicher, ob diese auch wie geplant im September starten kann“, sagt Jürgen Tiedermann: „In dieser schwierigen Zeit muss der Sport hinten anstehen“, meint der ME-Sport-Trainer, fügt aber hinzu: „Dennoch müssen wir für alle Eventualitäten vorbereitet sein und unsere sportlichen Hausaufgaben machen.“

Beim OSC Rheinhausen bestritten die Mettmanner ihr erstes Testspiel. „Für uns war es sicherlich eine besondere Partie“, erklärte Tiedermann anschließend und verwies auf die lange Zeit ohne handballerischen Wettkampf. Am 17. März bestritten die ME-Sport-Handballer ihr letztes Punktspiel. Damals gewannen sie mit 34:31 gegen die Adler Königshof, bevor der Verband die Saison für beendet erklärte.

Nach vielen Wochen Training unter freiem Himmel, bei dem der Oberligist besonders im konditionellen und athletischen Bereich arbeitete, hat der erste Test gegen den Regionalligisten für das Trainerteam wenig Aussagekraft. Verstecken müssen sich die Gäste nach dieser Leistung aber nicht. Besonders die ersten 20 Minuten der Begegnung zeigten, dass sich die Mettmanner durchaus in Form befinden. „Es war insgesamt wirklich ein starker Auftritt, der viel besser als gedacht ausgefallen ist“, sah Co-Trainer Andre Loschinski zwar kurz vor dem Seitenwechsel einen Einbruch seiner Mannschaft, zeigte sich aber dennoch mit der knappen 23:26-Niederlage zufrieden: „Wir haben gute Eindrücke sammeln können. Dabei wissen wir natürlich, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

Paul d’Avoine zeigte sowohl im Innenblock der starken 6:0-Abwehr als auch im Angriff mit insgesamt sieben Toren eine starke Vorstellung. Zwar merkte man Neuzugang Sven Meißel im rechten Rückraum den Trainingsrückstand und noch mangelnde Bindung zur Mannschaft in der Offensive an, aber auch er machte mit tollen Anspielen und guter Übersicht auf sich aufmerksam.

„In den kommenden Wochen wollen wir uns unter erschwerten Bedingungen, dafür dann aber in der Halle auf die Saison vorbereiten“, sagt Loschinski und verweist dabei auf das Haftmittelverbot in der Sporthalle Herrenhaus. Testspiele sind daher vorerst ausschließlich auswärts geplant. „Das ist natürlich ein großer Nachteil. Der Ball läuft nicht so sicher und wir hoffen, dass es bald eine Einigung mit der Stadt gibt“, sind sich Tiedermann und Loschinski einig.

Auch personell kann das Mettmanner Trainergespann nicht immer aus dem Vollen schöpfen. Tim Wittenberg, Stephan Verholen und Thomas Mandlik laborieren weiter an Verletzungen und befinden sich im Aufbautraining. Andere Akteure genießen aktuell ihren Jahresurlaub und müssen deswegen beim Training passen. Trotz der Umstände bereitet sich der Oberligist aber konzentriert auf die anstehende Saison vor. Und natürlich hoffen alle bei ME-Sport, dass der Spielbetrieb wie geplant starten kann und die Sporthalle Herrenhaus auf Dauer wieder zur lautstarken Festung wird.