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Erst die Europameisterin stoppt Gruitener Fechterin Lisa Marie Löhr

Fechten : Erst die Europameisterin stoppt Gruitener Fechterin Lisa Marie Löhr

Die Gruitenerin ist zweitbeste deutsche Fechterin.

Für Lisa Marie Löhr war es der letzte Auftritt bei einer U 20-Europameisterschaft. Ihr Ziel: Ihre bisherige Bestplatzierung bei einer Fecht-EM zu toppen. Das Unterfangen gelang, denn die Gruitenerin verkaufte sich bei den Titelkämpfen im kroatischen Porec gut und belegte am Ende Rang 16 unter 89 Teilnehmerinnen in der Degen-Konkurrenz.

In der Vorrunde des Einzel-Wettbewerbs startete Löhr mit zwei Siegen und einer Niederlage. Danach gewann sie in der K.O.-Runde mit 15:9 gegen die Polin Zof#a Janelli. Es folgte ein 15:10-Sieg über Karoliine Loit (Estland). Im Feld der letzten 16 Starter war dann Endstation. Allerdings scheiterte Lisa Marie Löhr an keiner Geringeren als der späteren U 20-Europameisterin Veronika Bielesziva. Die Tschechin setzte sich mit 15:10 durch und bejubelte am Ende auch die Goldmedaille. Edelmetall bliebt Löhr zwar erneut verwehrt, doch die 19-Jährige war letztlich zweitbeste Degenfechterin des deutschen Quartetts. Entsprechend zufrieden war ihr Trainer Dirk Scheffler, der die Gruitenerin am Degen-Stützpunkt in Solingen betreut. „Ziel für die EM-Teilnahme war, das bisher beste Ergebnis zu erreichen. Das hat Lisa übertroffen. Mit zwei beeindruckenden Siegen gegen die an 7 gesetzte Polin Zofia Janelli und die Vierte der Weltrangliste, Karoliine Loit, hat Lisa ihr Können gezeigt. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärte der Coach. Hinter Europameisterin Bieleszova holte die Ungarin Lili Buki Silber. Bronze feierten Eszter Muhari (Ungarn) und Gaia Traditi (Italien).

Im Mannschaftswettbewerb startete das deutsche Quartett mit Giulia Albrecht, Viktoria Hilbrig, Alexandra Zittel (alle Heidenheimer SB) und Lisa Marie Löhr (Fechtzentrum Solingen) in der 32er-Ausscheidung mit einem Freilos, musste sich dann dem israelischen Team mit 39:45 geschlagen geben und kam damit auf Rang 15.