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Unitas Haan holt Pflichtsieg über das Oberliga-Schlusslicht

Handball : Unitas Haan holt Pflichtsieg über das Oberliga-Schlusslicht

Den Haaner Handballern reicht eine durchwachsene Leistung. Der Blick richtet sich jetzt auf das Duell bei der SG Langenfeld II.

DJK Unitas Haan – HSG Neuss/Düsseldorf II 31:19 (15:11). Weil es offenbar in der organisatorischen Absprache ein Missverständnis gab, standen den Zuschauern der Oberliga-Partie in der Halle an der Adlerstraße lediglich zwei Viertel der Tribünenplätze zur Verfügung. Vielleicht ganz gut, denn so saßen die Handball-Fans nicht weit verstreut, sondern bildeten zumindest optisch einen ansehnlichen Block. Unter den Beobachtern der Partie waren auch die in Haan lebende Bundestagsabgeordnete Michaela Noll sowie Bürgermeisterin Bettina Warnecke und die erst vor zwei Wochen gewählte Sportdezernentin Annette Herz. Ein Top-Spiel bekam das Trio nicht zu sehen, zu unterschiedlich war die Ausgangslage beider Teams. Während die Haaner in den ersten sechs Begegnungen des neuen Jahres vier Siege holten, dabei unter anderem in fremder Halle den Lokalrivalen Mettmann-Sport vom Parkett fegten und dem Tabellenführer HC Wölfe Nordrhein überraschend ein Bein stellten, schafften die Neusser in bis dato 17 Partien lediglich einen Sieg und ein Remis. In Haan holte sich das Schlusslicht die 18. Niederlage ab, während die Unitas mit dem Erfolg auf Rang fünf kletterte und sich weiter nach oben arbeitet.

Ein Feuerwerk brannten die Gastgeber gegen den Außenseiter nicht ab, kamen vielmehr erst nach und nach auf Touren. Lennard Austrup und Florian Schlierkamp sorgten für eine 2:0-Führung – da waren in der Partie aber schon fünf Minuten absolviert. Bis zum 6:6 (15.) hielten die Gäste mit, danach setzten sich die Unitas-Handballer auf 11:6 (22.) ab. Zur Pause hatten die Haaner einen Vier-Tore-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel traf Nick Blau, der nach seiner Fingerverletzung (ausgekugelt) ursprünglich nur in der Abwehr zum Einsatz kommen sollte, zum 16:11 (32.). Am Ende kam der Rekovaleszent auf vier Tore. „Er hat sich wohlgefühlt und dann ist es besser, wenn er wieder den Rhythmus aufnimmt“, erklärte Kai Müller. Der Unitas-Trainer sah die Begegnung schnell „abgehandelt“ und blickte schon voraus, denn am Samstag tritt sein Team bei der SG Langenfeld II an – und da ist noch die Revanche für die 15:17-Niederlage in der Hinrunde offen. Überhaupt findet Müller: „Es wäre schon schön, wenn wir weiter punkten und unser Konto auffüllen.“ Trotz vieler Probleme in den vergangenen Monaten wie Haftmittelnutzung und Verletzungspech: Die Unitas-Handballer haben ihren Ehrgeiz nicht verloren. Spätestens beim 24:14 (44.) war der Sieg über die HSG übrigens in trockenen Tüchern.

Unitas: Joest, Seher – Kinscheck (1), Schlierkamp (4), Austrup (8), N. Blau (4), Billen (4/1), Kordes (1), Thomé (2), Scheffler (3), Kokemohr (1/1), Golec (1), Jahn (2/1).