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TuS 82 Opladen: Angriff gleicht gegen TuSEM Essen defensive Schwächen aus

Handball, 3. Liga : Opladens Offensive kaschiert Abwehrfehler

Der von Fabrice Voigt trainierte Handball-Drittligist TuS 82 Opladen startet mit einem Sieg ins neue Jahr und klettert auf Platz zwei. Beim 31:28 (17:14) gegen den TuSEM Essen II muss es der Angriff richten.

Theoretisch kann der TuS 82 Opladen sein Saisonziel noch verfehlen, doch realistisch ist das nicht mehr. Mit 23:5-Punkten stehen die Leverkusener auf dem zweiten Platz der dritten Liga und dürfen von der Aufstiegsrunde träumen, anstatt sich um den Klassenerhalt zu sorgen. Das unterstrichen die Handballer gegen die Zweitvertretung des TuSEM Essen. Im ersten Spiel des Jahres funktionierte längst nicht alles, doch am Ende gewann das Team von Coach Fabrice Voigt trotzdem – wie so oft. Beim 31:28 (17:14) in der Bielerthalle überzeugten vor allem die Angriffsreihen.

Maurice Meurer, Andre Boelken und wieder Meurer brachten die Gastgeber zügig mit 3:0 in Führung, doch danach häuften sich die Deckungsprobleme. Immer wieder waren die Opladener zu spät dran, was sich zunächst in zahlreichen Siebenmetern für die Gäste widerspiegelte. „Die Essener kamen immer wieder in die Nahwurfzone, von wo aus sie eben auch richtig gut sind“, sagte Voigt, der deshalb auch nicht viele Paraden seiner Torhüter sah. Nils Thorben und Jascha Schmidt hielten bis Spielschluss nur vier Bälle. „Wobei ich eine Lanze für die beiden brechen möchte“, wie Voigt betont. „Unsere Abwehr hat nicht viel dafür getan, dass unsere Keeper ins Spiel kommen konnten. Das hat sich über 60 Minuten so durchgezogen.“

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Doch auch ohne funktionierende Deckungsreihen, die sonst eigentlich das Prunkstück des TuS 82 sind, fand die Mannschaft einen Weg zum Sieg. Denn im Angriff leistete sie sich nur wenige Fehler. „Das hat mich nach der langen Pause positiv überrascht“, betonte der Coach. „Wir haben die Bälle kaum unnötig aus der Hand gegeben.“ So gelang es, stets die Führung zu behalten. Meurer war insbesondere in der ersten Halbzeit für die einfachen Tore zuständig. Nach Wiederanpfiff bauten außerdem Birger Dittmer, Jan Jagieniak, Oliver Dasburg und Yannik Nitzschmann den Vorsprung auf 23:17 aus.

Dass sich die Mannschaft auch damit nicht zu sicher fühlen durfte, stellten die Essener umgehend unter Beweis. Weil die Hausherren zu voreilig abschlossen, nutzten die Gäste Konter, um auf zwei Treffer zu verkürzen. Zehn Minuten vor Schluss stand es sogar nur noch 26:25 für den TuS 82. Die Partie drohte zu kippen, aber es war ein weiteres Mal Verlass auf den Angriff. Angefeuert von 120 Zuschauern, die durch die Enge der kleinen Halle für eine gute Atmosphäre sorgten, legten Dasburg, Jagieniak und Meurer einen 3:0-Minilauf hin und stellten damit die Weichen Richtung Sieg.

„Mit einer guten Abwehr hätte es sich besser angefühlt, aber wir sind froh, dass wir auch dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Fabrice Voigt. „Dass wir uns noch steigern müssen, ist natürlich auch klar.“ Damit meinte der Coach nicht nur die Deckung, die vor allem die acht- beziehungsweise neunfachen Torschützen Mathis Stumpf und Jonas Kämper nicht in den Griff bekam, sondern zumindest ein klein wenig auch den Angriff: „Immerhin sechs freie Bälle lassen wir liegen.“ An der Fortsetzung der Fabelsaison änderte all das aber nichts. Die Opladener bleiben das Überraschungsteam der Liga.

TuS 82 N. Schmidt, J. Schmidt – Meurer (8), Dasburg (8/3), Nitzschmann (5/1), Jagieniak (3), Dittmer (3), Anger (2), Rachow (1), Boelken (1), J. Sonnenberg, M. Sonnenberg, Bachler, Göddertz, Krefting, Rinke.