Volleyball, 2. Liga Volleyballerinnen wollen noch einmal oben angreifen

Leverkusen · Das Zweitliga-Team des TSV Bayer Leverkusen ist zu Gast bei den Wildcats in Stralsund – und hat das Thema Tabellenführung noch lange nicht abgehakt. Kapitänin Laurine Vinkesteijn rechnet mit einem harten Duell in Mecklenburg-Vorpommern.

 Die Niederländerin Laurine Vinkesteijn (vorne) ist seit dieser Saison Kapitänin der Zweitliga-Volleyballerinnen aus Leverkusen.

Die Niederländerin Laurine Vinkesteijn (vorne) ist seit dieser Saison Kapitänin der Zweitliga-Volleyballerinnen aus Leverkusen.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Sieben Punkte beträgt der Rückstand der Volleyballerinnen des TSV auf Zweitliga-Spitzenreiter Borken. Zugleich hat das Team von Coach Tigin Yaglioglu aber auch vier Zähler Vorsprung auf die drittplatzierten Kölnerinnen. „Wir können mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein“, sagt Kapitänin Laurine Vinkesteijn. „Trotzdem wollen wir natürlich noch einmal oben angreifen, wenn wir die Chance bekommen.“ Dazu gilt es zunächst, der Favoritenrolle bei den Stralsunder Wildcats (Samstag, 17 Uhr) gerecht zu werden.

„Gerade zu Hause ist Stralsund ein sehr gefährlicher Gegner“, betont Vinkesteijn. „Ich glaube nicht, dass es so deutlich wird wie im Hinspiel.“ In der Ostermann-Arena gewannen die Leverkusenerinnen 3:0 nach drei glatten Sätzen. Einen Ausfall hat die Mannschaft, doch davon abgesehen hofft die Mittelblockerin, mit dem kompletten Kader nach Mecklenburg-Vorpommern fahren zu können – insofern alle Corona-Tests negativ sind.

Die Motivation innerhalb der Mannschaft sei angesichts der aktuellen Situation nach wie vor hoch. „Nachdem wir in der vorigen Saison sportlich aufgestiegen waren, die Erste Liga aber nicht wahrnehmen konnten, haben wir den großen Wunsch, es noch einmal zu schaffen“, sagt Vinkesteijn. „Dann würde ich schon hoffen, dass wir den Sprung nach oben machen können.“ Es gehört zu den sportlichen Zielen der 27-Jährigen, einmal in der Bundesliga anzutreten. „Das ist zwar schwierig mit Beruf und Studium zu kombinieren, aber es wäre ein tolles Erlebnis und eine große Herausforderung.“

Erfahrung auf Erstliga-Niveau hat die Niederländerin bisher nur in Belgien. Dort trat sie auf höchstem Level an, bevor sie mit ihrem Freund nach Köln zog, wo sie als Physiotherapeutin arbeitet und ein Fernstudium in Osteopathie absolviert. „Die belgische Erste Liga würde ich genau zwischen der 1. und 2. Bundesliga ansiedeln“, beschreibt sie das Niveau. Ob mit dem TSV das Oberhaus erreichbar ist? Sportlich setzt Vinkesteijn alles daran und sieht sich in ihrer Rolle als neue Kapitänin seit dieser Saison auch in größerer Verantwortung. „So viel hat sich zwar nicht geändert, aber man stellt schon so ein bisschen das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft dar. Wenn es mal Probleme gibt, versuche ich, zu vermitteln.“

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