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Leverkusen: OGV-Vorsitzender geht als Offizier nach Neapel

Opladener Geschichtsverein : Vorsitzender lenkt Geschichtsverein von Neapel aus

Michael Gutbier bleibt aber aus der Ferne Vorsitzender und hat für den Opladener Geschichtsverein große Pläne. Demnächst geht es hierfür nach Slowenien.

Michael Gutbier geht als Berufsoffizier nach Neapel, bleibt aber Vorsitzender des Opladener Geschichtsvereins (OGV). Auf der Jahreshauptversammlung wurde der 53-Jährige einstimmig wiedergewählt. Gutbier gründete einst als elfjähriger Schüler mit mehreren Freunden jenen Geschichtsclub, aus dem später der OGV hervorging.

„Michael Gutbier steht für den OGV und ist auch im fünften Jahrzehnt des Bestehens sehr wichtig für den Verein. Deswegen sind wir sehr froh, dass er trotz seiner Auslandsverwendung Vorsitzender bleibt“, sagt der Ehrenvorsitzende Ernst Küchler.

Ausschlaggebend für seinen Entschluss, abermals zu kandidieren, waren für Michael Gutbier auch die Erfahrungen der Pandemie. „Wenn Corona irgendwo positive Auswirkungen hatte, dann bei der Digitalisierung. Videokonferenzen und Hybridveranstaltungen zählen auch in unserem Verein mittlerweile zum Alltag. Dadurch ist Neapel für mich quasi näher an Leverkusen herangerückt“, sagt der 53-Jährige.

Auch Geschichtswart Christian Drach und Geschäftsführer Lars Richter wurden in ihren Ämtern wiedergewählt. Zudem sind der neue Leiter des Stadtarchivs, Julius Leonhard, und der neue Leiter der Volkshochschule, Günter Hinken, fortan Mitglieder in der Wissenschaftlichen Kommission des Vereins. Diese Aufgabe hatten zuvor ihre jeweiligen Amtsvorgänger wahrgenommen. Neues Kommissionsmitglied ist außerdem der Düsseldorfer Historiker Lino Schneider-Bertenburg.

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Darüber hinaus wählten die versammelten Vereinsmitglieder Edgar Fritz und Bernd Hillebrand erstmals als Beisitzer in den Vorstand. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Stefanie Weyer, Manuel Klüser, Uwe Bräutigam und Manfred Heil.

Gutbier wird mit dem Vorsitzenden des Jülicher Geschichtsvereins, Guido von Büren, und dem Kölner Historiker Wolfgang Hasberg die Planungen für das internationale Projekt „Stadträume“ vorantreiben, das sich der Stadtgeschichte in der Zwischenkriegszeit widmet. Ende August treffen sich Vertreter aus Jülich, Leverkusen und den sechs beteiligten europäischen Partnerstädten Leverkusens in Ljubljana (Slowenien). Im September kommen die Delegationen nach Leverkusen. In Schloss Morsbroich wird sie NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner zu einem Festakt und zur Verleihung des Bruno-Wiefel-Preises begrüßen.

Eingebettet in das Besuchsprogramm ist das Geschichtsfest rund um die Villa Römer, das am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ stattfindet. Im Rahmen des Geschichtsfests eröffnet der OGV auch die Stadtkultur-Ausstellung mit verschiedenen Leverkusener (Kultur-) Institutionen und Vereinen.

Fernziel der Arbeit in dem durch die EU-geförderten „Stadträume“-Projekt ist die geplante Doppelausstellung in Leverkusen und Jülich 2023. Der Jülicher Guido von Büren wurde übrigens für zehn Jahre OGV-Mitgliedschaft geehrt.