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Heiztipps der Verbraucherzentrale Leverkusen

Verbraucherzentrale Leverkusen berät : Ordentlich einheizen – aber richtig

Experten der Verbraucherzentrale geben pünktlich zum Start in die neue Heizsaison Tipps für Eigentümer und Mieter. Auch zum Lüften im Winter.

Obwohl der goldene Oktober uns dieses Jahr bislang viel Wärme schenkte, beginnt langsam die Jahreszeit, in der viele Heizungen in Häusern und Wohnungen wieder anlaufen. Dann passiert es schnell, dass der Eigentümer oder Mieter feststellt, dass die Heizung defekt ist. Denn laut der Verbraucherzentrale sind in Leverkusen viele Heizkessel  – mehr als die Hälfte – veraltet. Wer dann unter Zeitdruck eine neue Heizung kaufen müsse, weil die Wohnung sonst zu kalt sei, würde oftmals keine gute Entscheidung treffen. „Keiner kann dann in Ruhe die Alternativen zu Öl und Gas prüfen und echte Verbesserungen planen“, sagt Energieberater Michael Molitor. Eine große Investition, die die Weichen für 20 Jahre stelle, beruhe dann auf zu wenigen Informationen.

In ihrer aktuellen Aktion „Besser heizen“ stellt die Verbraucherzentrale deshalb die Frage: „Was läuft im Keller?“ Spielerisch lädt sie so zur rechtzeitigen Beschäftigung mit dem Zustand der jetzigen Heizung und möglichen Nachfolgern ein. „Neue Heizungen können leiser sein als alte, sie können komfortabler zu bedienen sein und günstiger im Betrieb. In jedem Fall aber sparen sie Energie und sind klimafreundlicher“, betont Molitor. Wer einen mindestens 15 Jahre alten Heizkessel sein Eigen nenne, solle sich informieren, bevor der Ernstfall eintrete.

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„Hierzulande sind schätzungsweise rund 60 Prozent der Heizkessel in Einfamilienhäusern technisch veraltet und damit reif für einen Austausch“, betont der Fachmann. Geht es um Kostenersparnis, käme es immer auf den individuellen Fall an. Aber nach ca. zehn bis zwölf  Jahren seien durch die Energieeinsparungen die Kosten der Modernisierung gedeckt. Für Vermieter würde sich dies immer lohnen, betont André Juffern, Geschäftsführer des Mietvereins Leverkusen: „Nach der derzeitigen Gesetzeslage hat er die Kosten der Modernisierung nach neun Jahren wieder über die Miete drin.“ Gleichzeitig stellt er fest: „Aber für Mieter lohnt sich das, gegen die Mieterhöhung gerechnet, nicht.“

Neben einer funktionierenden Heizung sei es allerdings auch wichtig, zu überprüfen, in welchem Zustand die Wohnung ist. Wenn der Mieter merke, die Heizung funktioniert nicht so, wie sie eigentlich funktionieren solle oder Fenster schließen nicht mehr richtig, dann müsse er den Kontakt zum Vermieter aufnehmen. Nur so stehe dieser in der Pflicht, die nötige Reparatur zu bezahlen, damit Energie nicht unnötig verbraucht würde. Sonst käme oftmals am Ende des Jahres die Heizkostennachzahlung – mit teils erheblichen dreistelligen Kosten, die dann der Mieter alleine tragen muss.

Auch beim Thema Lüften waren sich die Fachleute beim Termin jetzt einig: „Lüften ist wichtig, sonst bilden sich schnell Schimmel in den Räumen.“ Ihr Tipp: Stoßlüften, zwei bis drei Mal am Tag. „Bitte nicht in der kalten Jahreszeit den ganzen Tag halboffene Fenster stehen lassen. Das ist Energieverschwendung hoch zehn.“