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Hängepartie um den  Kronleuchter für Opladen

Stadtteilentwicklung : Hängepartie um den Kronleuchter für Opladen

Kommt er? Oder kommt er nicht? Wenn es nach Thomas Wündrich, dem Landschaftsarchitekten geht, der die originelle Idee hatte, dann kommt das i-Tüpfelchen der Frischekur für die Opladener Fußgängerzone ganz gewiss.

Eine alles entscheidende Voraussetzung gibt es allerdings: Das Geld muss reichen. Wündrich hatte vor einigen Monaten auf Nachfrage gesagt: „Wir müssen schauen, ob nach den anderen Maßnahmen noch Geld übrig ist. Wenn ja, dann kann der Kronleuchter kommen.“

Dass der leuchtende Hingucker an der Kreuzung Bahnhofstraße und Kölner Straße, wo ab Ende November zum Weihnachtsmarkt Bergisches Dorf in jedem Jahr eine leuchtende Dekoration hängt, kommen soll, dafür setzt sich jetzt Opladen Plus ein. In einem Antrag für die entsprechenden politischen Gremien formulierte der Opladener Politverein: „Der Kronleuchter in der Fußgängerzone Opladen wird wie geplant und verabschiedet aufgehangen.“

Weiter heißt es: „Der Kronleuchter war und ist Teil des von dem Planungsbüro Wündrich vorgeschlagenen Konzeptes und ist von den politischen Gremien entsprechend verabschiedetet worden. An anderer Stelle wurde die Politik von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass eine Änderung des Konzeptes grundsätzlich nicht mehr möglich sei, weil es im Wesen nicht mehr verändert werden dürfe. Auch würde der Zuschussmittelgeber eine substanzielle Änderung nicht zulassen.“ Der Kronleuchter sei gerade eine besondere Nuance für die neugestaltete Fußgängerzone, „er ist als ein originelles individuelles Erkennungsmerkmal gedacht“. Deshalb dürfe man darauf nun nicht verzichten, argumentiert Opladen Plus. „An Kosten darf es jetzt nicht scheitern“, betont Markus Pott von Opladen Plus  noch einmal gesondert.

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Die Kosten für den Kronleuchter waren vor zwei Jahren, als die Entscheidung fiel, wessen Entwurf für die Neugestaltung der Fußgängerzone zum Tragen kommt, mit rund 45.000 Euro beziffert worden.

Ob die noch im Lümpchen sind –  wie man im Bergischen gerne mal sagt, wenn man sagen will, dass noch Geld da ist – ist bisher aber noch völlig unklar. Denn laut Stadt sind „noch sind nicht alle Rechnungen der bisherigen Arbeiten im Zentrum Opladens eingegangen“, sagt Sprecherin Julia Trick. Heißt: Diese müssen zuerst mal bezahlt werden. Ist dann noch was übrig, könnte es mit dem Kronleuchter als i-Tüpfelchen klappen, wie Thomas Wündrich und Markus Pott sich das vorstellen. Wann dies abzusehen ist, vermochte die Stadtsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion allerdings nicht zu sagen.