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Aus Flüchtlingsheim wird eine Schule in Leverkusen

Neben Sportanlage des SV Schlebusch : Aus Flüchtlingsheim wird eine Schule

Die Stadt plant Dependance für städtische Hugo-Kükelhaus-Förderschule in Schlebusch neben der Sportanlage Im Bühl. Für die Umnutzung der Flüchtlingsunterkunft muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Die Alkenrather Hugo-Kükelhaus-Schule ist seit langem zu klein – trotz der Auslagerung von Bereichen in die Alkenrather Erich-Klausener-Grundschule. Jetzt will die Stadt diese Zweigstelle aufgeben und eine neue Dependance in der Containeranlage neben der Sportanlage Im Bühl einrichten.

Bisher sind dort Flüchtlinge untergebracht. Da sich das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium direkt nebenan befindet, könnte möglicherweise dessen Mensa von den Kükelhaus-Schülern mitbenutzt werden, heißt es in dem städtischen Vorschlag, den der Bauausschuss einstimmig befürwortete. Die neue Zweigstelle in Schlebusch wird 250.000 Euro Kosten pro Jahr verursachen.

Die Hugo-Kükelhaus-Schule ist eine städtische Förderschule für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Unterrichtet werden im Ganztag Schüler zwischen 6 und 20 Jahren. Ziel ist laut Stadt „die individuell erreichbare Selbstständigkeit und Eigensteuerung als Basis zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Das Prinzip des Lernens mit allen Sinnen und der individuelle Förderbedarf bilden dazu die Grundlage“.

Die Schülerzahlen für die Alkenrather Förderschule steigen laut Stadt seit Jahren an. Zur akuten Linderung der Raumnot hat die Stadt auf Wunsch der Schule in den Sommerferien zwei kleine Container am Standort Alkenrath aufgestellt. Eine Dauerlösung sei dies nicht, warnt die Stadt. Ein Erweiterungsbau müsse her. Für 2021 will die Stadt eine halbe Million Euro Planungsmittel bereit stellen. Bis zur Realisierung des Anbaus soll allerdings die neue Zweigstelle in Schlebusch genutzt werden. Laut Stadt hat die Schulleitung die Containeranlage besichtigt und als „praktikable Option für ein Übergangsszenario“ eingestuft. Vorher wird die Flüchtlingsunterkunft allerdings umgebaut. Derzeit leben dort 39 Heimatlose, die Ende 2020 in die neue städtische Notunterkunft Sandstraße umziehen sollen.

Für die Umnutzung der Flüchtlingsunterkunft in ein Schulgebäude muss der Flächennutzungsplan geändert werden.