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Leverkusen: Bestattung in einer Gruft kostet mehr als 13.000 Euro

Gebühren in Leverkusen : Bestattung in einer Gruft kostet mehr als 13.000 Euro

Der Trend zur Urnenbestattung verstärkt sich ungebrochen. Weil für diese Gräber weniger Flächen gebraucht werden, reichen auf Jahrzehnte gesehen die Leverkusener Friedhöfe für die Beerdigungen von Einheimischen aus. Mehr noch: Die Stadt Leverkusen will jetzt auch Bestattungen von Nicht-Leverkusenern zulassen.

Das war bislang weitgehend verboten, weil „in früheren Jahren die Bestattungsmöglichkeiten auf den städtischen Friedhöfen nahezu ausgeschöpft waren“, notierte die Stadt in einem Beratungspapier für die Kommunalpolitiker. Mit einer Zustimmung des neuen Stadtrates, der erst am 1. Oktober und damit nach der Wahl tagen wird, ist zu rechnen. Jetzt  stimmte zumindest der (beratende) Bauausschuss schon zu.

Eher seltener sind Anfragen nach Beisetzungen in einer Gruft. Diese spezielle und aufwändige Bestattungsart wird meist von Großfamilien gewünscht. In der Praxis führte dies immer mal zu Problemen. Die Stadt kann solche Gruftanlagen nicht selbst herstellen. Firmen, die nach einem Todesfall quasi auf Zuruf und damit schnell eine solche Anlage bauen, hat die Stadt nicht gefunden.

Die Lösung: Das Friedhofsamt will mehrere Gruftanlagen auf Vorrat anlegen. Damit ist die Stadt immer vorbereitet. Sie besteht aber für eine Gruftbestattung auf jeden fall auf Vorauszahlung. Immerhin kostet eine Grabkammer aus Fertigbetonteilen etwa 7500 Euro. Dazu kommen die Friedhofsgebühren von 5100 Euro für den Grabstellenkauf und die Beisetzung. Dieses Verfahren wenden auch Städte wie Köln und Moers an. Die Erfahrung zeigt: Angesichts der enormen Kosten sinkt die Nachfrage nach Gruftbestattungen, berichtet ein Stadtvertreter.