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Leverkusen: : Kita auf altem Kirchenareal geplant 

Planung in Leverkusen : Alkenrath: Kita auf altem Kirchenareal geplant

Neben dem Kindergarten ist auf dem Gelände der evangelischen Kirche ein achtstöckiger Baukomplex für betreutes Wohnen vorgesehen. Der Bauausschuss berät am Montag über das Projekt.

Auf dem Gelände der ehemaligen evangelischen Kirche in Alkenrath sollen eine Kindertagesstätte und Wohnungen entstehen. Dafür sind der Abriss des seit Jahren leer stehenden Gemeindehauses und des Glockenturms vorgesehen. Der Leverkusener Bauausschuss soll am Montag die Einleitung des nötigen Planverfahrens und damit die Vorbereitung der rechtlichen Rahmenbedingungen beschließen. Eine Baugenehmigung ist dies aber dann noch nicht.

Das Gemeindezentrum wird seit 2010 nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt. Das Gebäude entwickelt sich derzeit immer mehr zu einem Schandfleck, trotz der Bemühungen der Gemeinde, die ständigen Einbrüche in das Gebäude zu verhindern. Kurzzeitig war das Gelände auch Standort für eine städtische Flüchtlingsunterkunft. Dann wurde für das Areal ein Plan für eine psychosomatische Klinik vorgelegt und schließlich doch verworfen.

Die jetzigen Planungen beziehen sich auf das Grundstück zwischen Geschwister-Scholl-Straße, Alkenrather Straße und dem Alkenrather Teich. Die vorgelegte Konzeption sieht ein zweigeschossiges Kindergartengebäude für acht Gruppen vor. Es soll neben dem Fußweg zum Wald platziert werden. Daneben ist nahe der Alkenrather Straße eine achtstöckige Wohnanlage für betreutes Wohnen vorgesehen. Trotz der beiden Neubauten kann die Geschwister-Scholl-Straße unverändert bleiben, sagen die Projektentwickler. Es sei sogar Platz für eine Hol- und Bringzone vor dem Kindergarten.

Von den teils alten und markanten Bäumen muss nach Angaben der Stadt für die Bauten kaum einer gefällt werden. Für den Kirchturm der ehemaligen Alkenrather Gemeinde bleibt allerdings kein Raum, schreibt die Stadt in dem Beratungspapier für die Kommunalpolitiker. Dabei geht es um den eigentlichen Standort des Glockenturms und die für ihn nötigen Abstandsflächen zu den nächsten Gebäuden. Der „Platzverbrauch“ sei einfach zu groß. Um an die kirchliche Vergangenheit des 6640 Quadratmeter großen Geländes zu erinnern, soll aber beispielsweise am Teichufer eine Turmglocke mit einer Informationstafel installiert werden.

Für die Wiedernutzbarmachung des Geländes will die Stadt auf eine förmliche Umweltprüfung und einen ausführlichen Umweltbericht verzichten. Dies sei nach Baugesetzbuch möglich. Dennoch würden die Umweltbelange bei den Planungen geprüft. Auch die Öffentlichkeit soll an dem Verfahren des Bebauungsplans beteiligt werden.

Das Vorhaben wird durch die Gruppe „Projekt Bürgerbusch-Alkenrath UG“ aus Frechen beantragt. Die Stadt befürwortet grundsätzlich Kita wie Wohngebäude, weil es dafür großen Bedarf gebe. Für Alkenrath wäre es übrigens der dritte Kindergarten.