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Tebroke muss die zerstrittene Partei einen

Uwe Pakendorf nicht mehr angetreten : Tebroke ist neuer Vorsitzender der CDU Rhein-Berg

Bei der Wahl zum neuen Kreisvorsitzenden votieren die CDU-Mitglieder mit großer Mehrheit für den Bundestagsabgeordneten Hermann-Josef Tebroke. Der 57-Jährige aus Lindlar übernimmt das Amt von Uwe Pakendorf.

Auf dem 74. Kreisparteitag der CDU Rhein-Berg ist der Bundestagsabgeordnete Hermann-Josef Tebroke am Dienstagabend mit 92 Prozent der Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt worden. Sein Vorgänger Uwe Pakendorf hatte sich nicht mehr um das Amt beworben, nachdem er bei der Wahl des Wahlkreiskandidaten für den kommenden NRW-Landtag gegen Innenminister Herbert Reul unterlegen war. In einem Brief an die CDU-Mitglieder schrieb Pakendorf: „Leider habe ich es nicht geschafft, die Zerwürfnisse zwischen den Flügeln in unserer Partei, die bereits mein Vorgänger nicht lösen konnte, zu heilen. Wir erleben derzeit eine Partei (nicht nur bei uns im Kreis), die orientierungslos und über die innerparteilichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre tief zerrissen ist.“ Im Kreis gelte es nun, eine ausgleichende Persönlichkeit zu finden, die nicht nur versuche, „den Deckel auf dem brodelnden Topf zu halten“, sondern die Probleme strukturell zu lösen. Hermann-Josef Tebroke betonte in seiner Antrittsrede, in einem Vorstandsteam anzutreten, um die Partei in ruhigeres Fahrwasser zu führen.

Zu einem von vier Stellvertretern wurde auf dem Kreisparteitag der Wermelskirchener Christian Klicki mit 47,9 Prozent gewählt, das war das schlechteste Ergebnis für die Stellvertreter. Als einer von zehn Beisitzern wurde Werner Allendorf mit 46 Prozent gewählt.