LVR-Schulausschuss empfiehlt Standort in Langenfeld LVR votiert für Umzug der Paul-Klee-Schule

Leichlingen · Die Entscheidung im LVR-Schulausschuss fiel einstimmig. Wenn im Dezember der Landschaftsausschuss zustimmt, müsste die Stadt Langenfeld noch den Bebauungsplan anpassen.

 Die Paul-Klee-Schule in Leichlingen wurde beim Wupper-Hochwasser schwer beschädigt.

Die Paul-Klee-Schule in Leichlingen wurde beim Wupper-Hochwasser schwer beschädigt.

Foto: Uwe Miserius

Die Entscheidung ist so gut wie gefallen: Die Paul-Klee-Schule des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zieht mit großer Wahrscheinlichkeit nach Langenfeld. Die LVR-Verwaltung hatte dies seinem Schulausschuss gestern vorgeschlagen, das Votum für den Umzug fiel einstimmig aus. „Die endgültige Entscheidung hängt jetzt noch von einer Genehmigung der Stadt Langenfeld hinsichtlich einer notwendigen Änderung des Bebauungsplans und dem politischen Beschluss des LVR-Landschaftsausschusses am 14. Dezember 2021 ab“, teilte der Verband nach der Sitzung mit. Die Eltern hatten die Pläne bereits im Vorfeld befürwortet.

Dass es dem LVR in so kurzer Zeit gelungen sei, ein geeignetes Grundstück zu finden, das aufgrund des Förderschwerpunktes „Körperliche und motorische Entwicklung“ besonderen Anforderungen genügen müsse, freue die politischen Vertreter außerordentlich, betonte Andreas Blanke, Vorsitzender des LVR-Schulausschusses. Das Wunschgrundstück mit rund 30.000 Quadratmeter für den neuen Standort grenzt an die LVR-Klinik Langenfeld und gehört dem Verband bereits. Die Schule soll barrierefrei im Wesentlichen eingeschossig gebaut werden.

Der LVR informierte: „Der Standort ist zentral im Einzugsgebiet der Schule gelegen, in moderater Entfernung zur ursprünglichen Schule, hat eine äußerst gute Verkehrsanbindung und liegt nicht in einem von Hochwasser gefährdeten Gebiet. Das große Gelände eröffnet den Schülern viele Möglichkeiten für Sport, eine Schülerwerkstatt und Gartenbau zur Förderung von Selbstständigkeit und Motorik.“ Auch sei es ein guter Standort für die Ermöglichung von Kooperationen mit anderen Schulen und eine Öffnung der Förderschule für das gemeinsame Lernen, die der Landesgesetzgeber bislang noch nicht vorsehe. Diese Ausrichtung im Sinne der Inklusion sei dem LVR besonders wichtig. 

Da sich das Grundstück bereits im Eigentum der LVR-Klinik Langenfeld befindet, kann die Schule schneller wieder zusammengebracht und auf weitere Zwischenlösungen verzichtet werden. „Die aktuelle Verteilung der Schulgemeinschaft auf sieben Standorte bringt viele Schwierigkeiten, Herausforderungen und Nachteile für den Schulbetrieb und alle Betroffenen mit sich – sowohl für die Schüler als auch die Mitarbeitenden und Lehrkräfte in der Schule“, erläuterte Alexandra Schwarz, LVR-Fachbereichsleiterin Schulen.

Der LVR rechnet damit, dass die Gesamtzeit des Bauprojekts gegenüber anderen Standorten, die für die Schule im Gespräch waren, um mindestens zwei Jahre kürzer ist. Ein genauer Zeitplan soll Anfang 2022 erstellt werden.

Das Einzugsgebiet der LVR-Paul-Klee-Schule umfasst die Städte Leverkusen, Solingen, Köln (dort die Stadtteile Flittard, Stammheim, Höhenhaus, Dünnwald), Teile des Kreises Mettmann (Langenfeld, Monheim) und Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises (Leichlingen, Wermelskirchen, Burscheid).

(inbo)
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