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Polizei warnt diese Woche in Langenfeld vor falschen Polizisten.

Langenfeld : Polizei warnt vor falschen Polizisten

Diese Woche werden ältere Langenfelder vor Trickbetrügern gewarnt, die sich als Kommissare ausgeben.

Dienstagmorgen, 10 Uhr: Der Wochenmarkt in der City ist um diese Zeit gut besucht – insbesondere Senioren sind unterwegs. Sie sind die Zielgruppe der Aktionswoche gegen „falsche Polizeibeamte“, mit der die Kreispolizei auf die neuesten Trickbetrügereien am Telefon reagiert. Diese Woche sind die Opfer-Berater in Langenfeld unterwegs.

Parallel dazu gehen Polizisten in Uniform bei Senioren Klinken putzen, um sie über die miesen Tricks der Betrüger zu informieren. – „Wer nicht öffnet, dem werfen wir Infomaterial in den Briefkasten“, sagt der leitende Polizeidirektor Manfred Frorath, der an diesem Morgen am Infomobil vor der Langenfelder Stadtgalerie steht. Auch Landrat Thomas Hendele ist da. Er unterstützt Uniformierte, Opferschützer und ASSE (ehrenamliche Seniorenberater, die selbst schon älter sind) bei der Aufklärungsarbeit. – „Wissen Sie, dass im vergangenen Jahr über 900 Mal im Kreisgebiet versucht wurde, ältere Menschen durch Telefonanrufe zu betrügen? Und 20 Mal ist es den Tätern geglückt, Geld oder Wertgegenstände von den Opfern zu bekommen“, spricht Hendele eine ältere Dame an. „Und dieses Jahr waren es bereits 500 Versuche bis Ende März, fünf davon erfolgreich.“ In einem Fall wurden 120.000, in einem anderen 170.000 Euro erbeutet. Jetzt ist die Frau ganz Ohr. Hendele schildert, was die falschen Polizisten üblicherweise am Telefon erzählen und warnt eindringlich: „Die Polizei würde nie nach Ihrem Geld oder Ihren Wertsachen fragen oder anbieten, diese abzuholen.“ – Sie würde auch nie unter der Nummer 110 anrufen, wie es manche Trickbetrüger tun. „Das können wir gar nicht. Wenn Sie die auf dem Display sehen, sofort auflegen“, raten die Polizisten den Langenfeldern.

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Mit der Aktionswoche gegen „falsche Polizeibeamte“ reagiert die Kreispolizei auf die seit Jahresbeginn deutlich gestiegenen Fallzahlen von Trickbetrügereien am Telefon. Diese geben sich am Telefon als vermeintliche Kriminalbeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen aus, setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und tischen ihnen eine Lügengeschichte auf, um an deren Erspartes oder Wertgegenstände zu kommen.

Die meisten Senioren beteuern, dass ihnen das nie passieren würde. Monika Greulich gehört zu ihnen: „Das ist brutal und charakterlos, alte Leute um ihre Ersparnisse zu bringen“, sagt sie empört. „Ich habe eine gute Nachbarschaft. Wir warnen uns gegenseitig und wenn ein Unbekannter vor der Tür steht, frage ich erst durch das geöffnete Fenster, was er will und lasse mir den Ausweis zeigen.“ Eine andere ältere Frau reagiert ebenfalls verständnislos, bis sie den kurzen Film sieht, den die Uniformierten zur Veranschaulichung mitgebracht haben. Dort wird einer Frau erfolgreich weißgemacht, dass Einbrecher es auf sie abgesehen haben. „Die Opfer rechnen nicht damit, dass die Betrüger mit großer Raffinesse vorgehen“, sagt Frorath.

Das Info-Mobil der Polizei steht heute von 10 bis 13 Uhr inRichrath auf der Kaiserstraße in Höhe der Kirche und von 13 bis 16 Uhr an der Landstraße (B8) am dortigen Einkaufszentrum. Morgen ist es von 10 bis 16 Uhr auf dem Kundenparkplatz des Real-Marktes an der Rheindorfer Straße stationiert.