Langenfeld Großaufgebot an Polizei, LKA und Zoll durchsucht Shisha-Bars in Langenfeld.

Langenfeld : Polizei unternimmt erneute Razzia in Shisha-Bars

Großaufgebot von Polizei, LKA, Zoll und Ordnungsamt durchsuchte Lokale und kontrollierte 75 Personen am Immigrather Platz.

   Im Rahmen ihrer „Politik der kleinen Nadelstiche“ im Kampf gegen Rocker- und Clan-Kriminalität hat die Polizei im Kreis Mettmann in der Nacht von Samstag auf  Sonntag erneut einen Großeinsatz in Langenfeld ausgeführt. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde Mettmann, des Landeskriminalamtes NRW, der Hauptzollämter Düsseldorf und Duisburg sowie der kommunalen Ordnungsbehörden der Stadt Langenfeld, wurden von 22 bis 2.30 Uhr ausgesuchte Gastronomiebetriebe, eine Spielhalle und zwei Shisha-Bars am Immigrather Platz und an der Richrather Straße kontrolliert.

Der Immigrather Platz ist seit August 2018 als „gefährlicher Ort“ nach dem Polizeigesetz ausgewiesen. Denn hier treffen sich laut Polizei immer wieder Personen zusammen, deren Betätigungsfelder entweder wesentliche Kriterien des Phänomens organisierte Kriminalität erfüllen oder dieser unstreitig zugeordnet werden können. Sie nutzen gerne Cafés oder Shisha-Bars und Spielhallen als Anbahnungs- und Bunkerorte für den BTM-Straßenhandel, auch als direkten Umschlagplatz für Betäubungsmittel und als Treffpunkt zur Verabredung von Straftaten. Die Polizei versucht daher durch umfassende Kontrollen die dort abends und an Wochenenden agierende Personen, die oft arabischen Großfamilien oder Rockerclubs angehören, von der Verabredung und Vorbereitung von Straftaten abzuhalten.

   Bei ihrer jüngsten Razzia trafen die rund 50 Einsatzkräfte auf insgesamt etwa 90 Gäste. Diese wurden ebenso  überprüft, wie auch vereinzelter Fußgänger und Fahrzeuge. Eine vorläufige Bilanz: Der Zoll stellte in allen Örtlichkeiten insgesamt mehrere Kilogramm unversteuerten oder nicht zum Handel freigegebenen Shisha-Tabak sicher. Zugleich wurden mehrere Fälle illegaler Beschäftigung und Fälle von Leistungsmissbrauch geahndet. Das Ordnungsamt der Stadt Langenfeld stellte überdies insgesamt 14 Verstöße gegen baurechtliche Bestimmungen, das Nichtraucherschutz- sowie das Kreislaufwirtschaftsgesetz fest. Die Polizei kassierte Betäubungsmittel, eine verbotene Waffe und einen Spieltisch ein – in einer Gaststätte stießen die Einsatzkräfte auf eine Spielrunde beim illegalen Glücksspiel.

Insgesamt wurden von Polizei und Zoll elf Strafanzeigen gestellt, 20 Ordnungswidrigkeiten geahndet und zwei  Verwarnungsgelder verhängt. Alle weiteren  im Einsatz zusätzlich gewonnenen Erkenntnisse werden noch weiter analysiert, so die Polizei. Sie sollen ihr dabei helfen, die bis heute identifizierten kriminellen Strukturen rund um die überprüften Lokale weiter aufzuhellen. Ein weiteres Ziel des Einsatzes: Durch eine erhöhte Polizeipräsenz am Immigrather Platz soll sowohl das subjektive, aber auch das objektive Sicherheitsgefühl der Bürger deutlich gestärkt werden.