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Monheim hat Wohnmobilverleih

Monheim : Start-up „Roadfans“ verleiht Wohnmobile

Rund um die Uhr und an sieben Tage die Woche bietet die Niederlassung Am Wald die Reisegefährte an.

Seit Anfang April ist Monheim ein gefragter Ausgangspunkt für Wohnmobil-Urlaube. „Rund um die Osterferien starteten vom Gelände der örtlichen Niederlassung der Firma Roadfans  mehr als 20 Familien, Paare oder Freunde mit einem schicken Wohnmobil in die schönsten Urlaubsziele“, blickt Stationsleiter Sebastian Nikolaus (27) zufrieden auf die letzten Tage zurück.

An der Straße Am Wald liegt die jüngste Niederlassung des 2017 gegründeten Start-up-Unternehmens, das inzwischen deutschlandweit 170 Wohnmobile bereithält. „Monheim ist inzwischen überregional bei jungen Menschen bekannt, und liegt verkehrsgünstig zentral zwischen den einwohner- also nachfragestarken Metropolen Köln und Düsseldorf“, erklärt Joscha Stephan, einer der Gründer und Geschäftsführer, die Standortentscheidung.

Der 32-jährige ausgebildete Betriebswirschaftler, dessen Eltern schon begeisterte Wohnmobilnutzer waren, entwickelte die Geschäftsidee aus einem für ihn frustrierenden Erlebnis. Im Jahr 2016 wollte er „mal eben online einen Camper mieten“. Doch Digitalisierung: Fehlanzeige, Übernahme und Rückgabe erwiesen sich als zeitaufwändig und kompliziert, fehlende Infos über Details ärgerten ihn ebenso.

Die Idee „Roadfans“ war geboren: Mietstationen in den Ballungsräumen, Abholen und Rückgabe nonstop, das heißt sieben Tage, 24 Stunden, europaweit W-Lan, Videos zu allen Fahrzeugfunktionen. Gebucht und bezahlt wird online über die Smartphone-fähige Homepage, Anzahlung bei Buchung, Restzahlung einen Monat vor Reisebeginn, das Fahrzeug wird bei Abholung und Rückgabe mit dem Handy geöffnet und verschlossen. Vor der Fahrt kontrolliert der Kunde das Fahrzeug auf Schäden, kann diese sofort in seinem Account melden und fotografieren. Eventuelle Schäden bei Rückgabe werden mit der Kaution verrechnet. Zielgruppe sind primär internetaffine jüngere Menschen, die diese nach Stephans Angaben „weltweit einzige Praxis“ zu schätzen wissen. „Das sind Studenten in den Semesterferien, junge Familien in Elternteilzeit, junge Paare“.

Expansion ist das Ziel der Jungunternehmer. Weitere Standorte in Deutschland werden gesucht, im nächsten Jahr sind Niederlassungen in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden geplant, und die Aufstockung auf insgesamt 400 Fahrzeuge. Zum Geschäftsmodell gehört es, dass die von Roadfans selbst meist langfristig gemieteten Wagen von Kunden gekauft werden. Die Station Monheim, an der aktuell 35 Fahrzeuge stehen, wird von Sebastian Nikolaus geleitet. Der gelernte Altenpfleger war anfangs begeisterter Kunde, jetzt ist er Mitarbeiter. Er beschreibt den Vorteil der maximal 3,5 Tonnen schweren Fahrzeuge.

„Sie können mit dem normalen Führerschein gefahren werden und gelten im Straßenverkehr oder bei Grenzübergängen als normale Personenwagen.“