Kunstverein Langenfeld stellt Natur und Landschaft in drei Ausstellungen zur Schau

Langenfeld : Kunstverein stellt Natur zur Schau

Langenfeld pflegt Freundschaft mit Senlis und zeigt Landschaftsbilder.

Mit dem von Robert Filliou (1926-87) initiierten „International Art’s Birthday“ startet der Kunstverein Langenfeld (KVL) am 17. Januar sein Jahresprogramm. Nach Angaben von KVL-Mitarbeiterin Ilse Bülow wird ab 18 Uhr im Kunstraum (Hauptstraße 135) dabei das diesjährige Langenfelder Ländermotto Frankreich nicht nur durch den Gründer Filliou aufgegriffen. Es werde auch an die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit Senlis erinnert, die der KVL durch einen künstlerischen Austausch pflege. „Im September jährt sich die erste Senlis-Langenfelder Kunstbegegnung zum 35. Mal.“

Ein Jahr nach Gründung des KVL stellten sich damals Langenfelder Künstler in der Senliser Kathedrale St. Pierre mit einer großen Ausstellung vor. Danach folgten in beiden Städten etliche weitere Schauen.Bei dem für alle Interessierten offenen Kunstgeburtstag am 17. Januar wird laut Bülow ein Objekt zu sehen sein, das mehrere Künstler unter der Leitung von Elke Tenderich-Veit im Kunstraum geschaffen haben. Es bleibt dort bis zum 20. Januar.

Danach lautet das Jahresthema des KVL laut Geschäftsführerin Beaze Domdey-Fehlau „Die Landschaft in der Kunst“. Dieses werde in drei Ausstellungen aufgegriffen:

Weiqun Peper-Liu: „Zustand der Natur“ (ab 27. Januar) Die in Langenfeld wohnende 56-jährige Chinesin hat in China und in Deutschland (HdK Berlin) studiert und lebt laut Domdey-Fehlau „bis heute in zwei Kulturen“. Respekt und Ehrfurcht vor der Natur liege der asiatischen Philosophie zugrunde, die Natur sei auch Haupt-Sujet im Werk der 2. KVL-Vorsitzenden.

Hans-Christian Rüngeler: „Der Landschaftsmaler“ (ab 17. März) Der in Köln und in der Eifel lebende Rüngeler (61) hat in Mainz und an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert. „Künstlerisch hat er sich ganz der Landschaft verschrieben“, sagt Domdey-Fehlau. Er verbinde dabei den Malstil von Lyonel Feininger und Caspar David Friedrich mit eigener Handschrift.

Udo Dziersk: „Diversity“ (ab 10. November) Udo Dziersk (57) studierte einst bei Richter, Baselitz und Kirkeby, wurde 1988 Meisterschüler bei Markus Lüpertz und 2002 der jüngste Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Domdey-Fehlau: „Dziersk verfügt über eine tiefe Kenntnis der Weltkulturen. Alte Meister und aktuelle mediale Trends verbindet er in seiner einzigartigen, ungewöhnlichen Technik zu einer Welt grenzenloser Vielfalt.“

Vom 29. April bis 6. Mai wird bei einer „Französischen Woche“ die 35-jährige Künstlerfreundschaft Senlis-Langenfeld mit Ausstellung, Filmabend und  Fest gewürdigt.

(mei)