Langenfeld/Monheim: Autobahnen 59 und 542 werden saniert

Langenfeld/Monheim : Autobahnen 59 und 542 werden saniert

Vom Spätsommer an wird die Fahrbahn zwischen Monheim-Süd und Leverkusen-West erneuert, danach die A 542.

Die Nerven der Autofahrer werden zurzeit auf eine harte Probe gestellt: Die A3-Anschlussstelle an der Hardt ist wegen der Fahrbahnarbeiten komplett gesperrt, schwere Lastwagen dürfen seit vergangener Woche nicht mehr über die A1-Rheinbrücke fahren und damit nicht genug: In Kürze starten an der A 59 und danach an der A 542 Fahrbahnarbeiten, die sich bis 2017 hinziehen und den Verkehr um Langenfeld und Monheim erheblich beeinträchtigen werden. Insgesamt mehr als 33 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßenbau nach Angaben von Laurenz Braunisch aus der Kölner Regionalniederlassung für die beiden in der Grafik zu erkennenden Abschnitte veranschlagt.

Noch im Spätsommer 2014 werden Braunisch zufolge die Arbeiten auf der acht Kilometer langen Strecke der A 59 zwischen dem Autobahnkreuz Monheim-Süd und dem Kreuz Leverkusen-West beginnen. "In beiden Richtungen wird dort die Fahrbahndecke komplett erneuert. Das wird voraussichtlich bis Frühjahr 2015 dauern." Mit täglich etwa 45 000 Autos ist dieser A 59-Abschnitt nach Braunischs Worten stark befahren. "Schwerpunktmäßig wird wohl an den Wochenenden gearbeitet werden, um die Nerven der Pendler und Berufskraftfahrer nicht zu sehr zu belasten. Aber wir vergeben die Arbeiten nur. Den Ablauf haben wir nicht in der Hand." 4,5 Millionen Euro soll allein die Deckensanierung kosten.

Deutlich teurer wird mit eingeplanten 29 Millionen Euro die Erneuerung des Belags auf der A 542 zwischen den Autobahnkreuzen Monheim-Süd und Langenfeld. Braunisch: "Auf dieser 4,5 Kilometer langen Strecke fahren täglich zwar weniger als 20 000 Autos, aber der Sanierungsaufwand ist dort deutlich größer als an der A 59." Zusätzlich zur Deckensanierung in beiden Fahrtrichtungen seien an der A 542 auch Entwässerungs- und Brückenarbeiten zu erledigen. "Deswegen werden sich die Arbeiten aller Voraussicht nach bis in die zweite Jahreshälfte 2017 hinziehen." Anschlussstellen sollen allenfalls mal an einzelnen Wochenenden gesperrt sein, nicht über einen längeren Zeitraum.

Die somit mehr als zwei Jahre währenden Bauarbeiten an der A 542 werden laut Braunisch erst starten, wenn die Sanierung der A 59 abgeschlossen ist. "Vom Spätsommer an muss sie schließlich als Ausweichroute zur A 3 zusätzlichen Verkehr aufnehmen."

Vor allem wegen der umfangreichen Arbeiten an den Autobahnen im Raum Leverkusen/Köln und den damit verbundenen großräumigen Umfahrungen dürfe der Verkehr auf A 542 und A 59 nicht zeitgleich durch Sanierungsarbeiten beeinträchtigt werden.

Der nördliche Teil der A 59 zur A 46 ist hingegen jetzt so gut wie abgeschlossen. Die Autofahrer können wieder problemlos Richtung Düsseldorf und D-Eller fahren. In der ersten Bauphase wurden im Autobahndreieck die Überleitungen von der A 46 auf die A 59 in Richtung Leverkusen und von der A 59 auf die A 46 in Richtung Neuss nördlich der A 46 in eine neue Lage geführt. Ziel ist es, die A 46 zu verbreitern sowie die Zufahrten in den Anschlussstellen zu optimieren. Die zweite Bauphase betrifft alle Wege zur A 46 Richtung Wuppertal. Mit dem Beginn der Arbeiten ist nach Angaben von Straßen NRW im Herbst zu rechnen. Braunisch konnte keine konkreten Angaben machen, da die Ausschreibungen noch laufen. Die ersten Bauarbeiten, so Laurenz Braunisch, wirken sich allerdings noch nicht auf den Verkehr im Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd und auf der A 59 aus. Zunächst gehe es auch dort um die Entwässerung, damit künftig kein Aquaplaning auf der Autobahn entsteht. Erst danach sei mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ende 2016 sollen dann diese Bauarbeiten beendet sein. Und damit beginnen die eigentlichen Arbeiten auf der A 46, die voraussichtlich 2017 mit der Verbreiterung auf sechs Fahrstreifen beginnen. Kosten für das Gesamtprojekt: rund 26,1 Millionen Euro.

(RP)
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