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Schmolz + Bickenbach hat Rückstellungen für Personalabbau bei Edelstahlwerken in Krefeld gebildet

Wirtschaft in Krefeld : Schmolz + Bickenbach hat Rückstellungen für Personalabbau bei Edelstahlwerken gebildet

Konzernmutter Schmolz + Bickenbachs blickt auf 2020.

Schmolz und Bickenbach macht in seinem Ausblick auf das laufende Jahr noch einmal deutlich, dass der Konzern an seinen Plänen festhält,  bei der in Krefeld ansässigen Tochter Deutsche Edelstahlwerke (DEW) Personal einzusparen und die operativen Abläufe neu zu strukturieren. Der Konzern hat für den Stellenabbau bereits Rückstellungen gebildet. „Nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung zu Beginn des Jahres wird Schmolz + Bickenbach die Restrukturierung der Gruppe weiter vorantreiben“, teilte die Aktiengesellschaft mit. Dies werde mit dem Ziel, den Konzern zu dauerhafter Profitabilität zu führen und gleichbedeutend damit Unternehmenswert zu schaffen, geschehen. Erreicht werden soll dies zum einen über die konsequente Weiterführung bereits eingeleiteter Schritte, zum anderen über zusätzliche strukturelle Anpassungen im Zuge eines Sanierungsplans. Dieser Sanierungsplan solle den Pfad zu nachhaltig wettbewerbsfähiger Profitabilität präzisieren. Dabei stehen neben Zielen in  Nordamerika in Deutschland zum Beispiel „auch Personalmaßnahmen und operative Verbesserungen bei DEW“ auf der Tagesordnung.

Für 2020 erwartet Schmolz + Bickenbach trotz eines anhaltend herausfordernden Marktumfelds ein wesentlich verbessertes bereinigtes Ergebnis im Vergleich zu 2019, getrieben vom eingeleiteten Restrukturierungsprogramm und einer verbesserten Lagersituation in den Endmärkten.

Allfällige Auswirkungen des Coronavirus auf die Endmärkte und auf die Gruppe seien zurzeit noch nicht abschätzbar. Der Konzern hat für das Geschäftsjahr 2019 eine um 12,6 Prozent niedrigere Absatzmenge von 1830 Kilotonnen im Vergleich zu 2093 Kilotonnen in 2018 gemeldet. Der Rückgang beim Umsatz fiel mit 10,0 Prozent auf 2,98 Milliarden Euro prozentual geringer aus. Die Nettoverschuldung belief sich auf 797,6 Millionen Euro.

Das Jahr 2019 sei von schwacher Nachfrage und der Wertberichtigung auf die Vermögenswerte einzelner Konzerngesellschaften maßgeblich beeinflusst worden. Deutlich niedrigere Absatzmengen führten zu geringerem Umsatz, einer markant gesunkenen Profitabilität sowie höherer Verschuldung, so der Konzern.