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Krefeld: Drägerwerke arbeiten mit Hochdruck an Produkten für den Atemschutz

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe : Drägerwerke arbeiten mit Hochdruck an Produkten für den Atemschutz

Allein die Bundesregierung hat bei dem Unternehmen für Medizin- und Sicherheitstechnik 10.000 Beatmungsgeräte zur Versorgung von Corona-Patienten bestellt.

Viele Augen schauen in  diesen Tagen auf die Arbeit und die Produkte der Drägerwerke mit Hauptsitz in Lübeck. In Krefeld ist das Unternehmen mit einer der weltweit größten Dräger-Niederlassungen vertreten. „Wir geben unser Bestes, um unseren gesellschaftlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus beschäftigt auch Dräger. Wir sehen weltweit eine deutlich gesteigerte Nachfrage nach unseren Beatmungsgeräten, dem entsprechenden Zubehör und nach persönlicher Schutzausrüstung. Unser oberstes Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und unseren gesellschaftlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Unsere Technik für das Leben wird gerade jetzt mehr gebraucht denn je. Das motiviert uns, auch in diesen schwierigen Zeiten jeden Tag unser Bestes zu geben“, sagt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender Drägerwerk Verwaltungs AG.

Um der hohen Nachfrage zu begegnen, habe Dräger bereits in den vergangenen Wochen seine Produktionskapaziäten erheblich ausgeweitet. Die Produktionsstätten für Atemschutzmasken in Schweden und Südafrika seien voll ausgelastet und liefen rund um die Uhr. In der Medizintechnik produziere Dräger aktuell beispielsweise fast doppelt so viele Beatmungsgeräte wie vorher. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Produktionskapazitäten noch weiter auszubauen. Hier zahlt sich aus, dass wir schon vor einigen Jahren in eine Zukunftsfabrik mit modernsten industriellen Fertigungsmethoden investiert haben“, erklärte der Firmenchef.  In Zeiten der Pandemie setze Dräger alles daran, den gesellschaftlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen und zwar weltweit. „Wir  haben kürzlich vom deutschen Bundesgesundheitsministerium Großaufträge über die Lieferung von Beatmungsgeräten und Monitoren erhalten. Doch auch international lägen Auftragseingänge und Auslieferungen von Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten deutlich über dem Vorjahr.

Auch bereits vorhandene Technik muss einwandfrei funktionieren. Deshalb werde Dräger den Service vor Ort in den Krankenhäusern aufrechterhalten, so lange es gehe, und die Priorität der Arbeit auf die Funktionsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen lenken. Dabei stünden Reparaturen und Installationen im Vordergrund; Routinetätigkeiten würden nachrangig bearbeitet. „Wir stehen in enger Abstimmung mit den Behörden, um auch bei erschwerten Bedingungen unsere Leistung weiter erbringen zu können“, sagte Stefan Dräger: „Mir ist bewusst, dass all unsere Bemühungen den aktuellen Bedarf auf der Welt nur zum Teil decken können. Wir würden gern noch mehr leisten. Aber ich kann ihnen versichern: Wir tun was wir können. Unsere Gedanken sind bei den Ärzten, Pflege- und Rettungskräften, die zurzeit eine großartige Arbeit für Patienten und die Gesellschaft leisten.“

In Krefeld ist Dräger seit mehr als 40 Jahren ansässig. 400 Mitarbeiter — davon 290 im Außendienst — sind seit dem Sommer 2018 in einem Neubau im Europark Fichtenhain im Verkauf von Produkten aus den Sparten Sicherheits- und Medizintechnik für die Region Nordrhein-Westfalen, Hessen und Teile von Rheinland-Pfalz tätig.