Krefeld: Zoll beschlagnahmt 88 Kilogramm Rauschgift

Bilanz des Hauptzollamtes Krefeld : Zoll beschlagnahmt 88 Kilogramm Rauschgift

Neben der Erhebung von Zöllen, Verbrauchsteuern und Einfuhrumsatzsteuer standen im vergangenen Jahr bei der Krefelder Behörde die Bekämpfung von Drogenschmuggel, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit im Fokus.

Es geht um Drogenschmuggel, gefälschte Produkte und Steuerhinterziehung: 88 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmte das Hauptzollamt Krefeld im vergangenen Jahr. 6900 Straf- sowie über 1100 Ordnungswidrigkeitenverfahren unter anderem wegen verbotener Waffen sowie Verstößen gegen den Artenschutz oder Marken- und Produktpiraterie wurden eingeleitet und Bußgelder von mehr als einer Million Euro verhängt. Die Bilanz der Krefelder Behörde kann sich - neben den klassischen Aufgaben, der Erhebung von Zöllen, Verbrauchsteuern und Einfuhrumsatzsteuer - sehen lassen.

Die Überwachung des Warenverkehrs stellt vor allem die Kontrolleinheit „Verkehrswege“ sicher. Dazu sind die Zöllner tagtäglich rund um die Uhr im Gebiet des Hauptzollamtes Krefeld - das bis an die niederländische Grenze reicht - im Einsatz. Schwerpunkte sind die Bekämpfung von Drogenschmuggel, Produktpiraterie und Steuerhinterziehung. 2018 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 88 Kilogramm Rauschgift sowie über eine halbe Tonne nicht zugelassener Feuerwerkskörper sicher. Dabei führten die Einsatzkräfte mehr als 10.000 Personenkontrollen durch. Die Zöllner zogen rund 18 Kilogramm Marihuana, 56 Kilogramm Haschisch, zehn Kilogramm Amphetamin und über 8000 Stück Ecstasy-Tabletten aus dem Verkehr. 38 Personen wurden aufgrund von Drogendelikten festgenommen.

Im Rahmen der „Grenzvollstreckung“ konnten durch die Kontrolleinheit 37 Vollstreckungsaufträge und Forderungen mit einem Volumen von über 10.000 Euro erledigt werden. Mit diesem Verfahren werden im Rahmen von allgemeinen Kontrollen ausländische Schuldner, die keinen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland haben, festgestellt und ausstehende Forderungen eingetrieben. Darüber hinaus wurden im Rahmen von Bargeldkontrollen 115.020 Euro an Bargeldsicherstellungen vorgenommen.

Die Ahndung aufgedeckter Verstöße gegen Rechtsvorschriften des Zoll- und Verbrauchsteuerrechts sowie gegen Einfuhrverbote - verbotene Waffen, Artenschutz, Marken- und Produktpiraterie - ist ebenfalls Aufgabe des Hauptzollamtes. Mehr als 6.900 Straf- sowie über 1100 Ordnungswidrigkeitenverfahren sind aus diesem Bereich durch die zentrale Buß- und Strafsachenstelle im vergangenen Jahr eingeleitet sowie über 1,3 Millionen Euro Bußgelder verhängt worden.

126 Bedienstete sind an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach mit dem zentralen Aufgabenbereich, der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie der Bekämpfung der organisierten Formen von Schwarzarbeit befasst. Zudem wurden regionale und bundesweite Schwerpunktprüfungen, unter anderem im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Baugewerbe sowie im Speditions-, Transport und Logistikgewerbe durchgeführt. Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten insgesamt 1329 Außenprüfungen durch. Davon entfielen auf die Kontrolle des Mindestlohnes 1196 Prüfungen. Zusätzlich wurden 788 Arbeitgeber (2017: 836) überprüft. Die FKS leitete 3083 Ermittlungsverfahren (2017: 3.130) wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie 322 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (2017: 300) ein. Die Höhe der durch das Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 233.308 Euro (2017: 377.325). Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf etwa 16,0 Millionen Euro (2017: 16,0).

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