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Krefeld: Vor-Ort-Termin der SPD am Hafen

Aus den Krefelder Stadtteilen : SPD diskutiert über parkende Lkw rund um den Hafen

Immer mehr Lkw parken rund um den Krefelder Hafen. Die SPD traf sich deswegen jetzt mit dem Verkehrsspezialisten Udo Schiefner zu einem Vor-Ort-Termin.

(bk)  Die Lkw-Situation rund um den Hafen ist ein Krefelder Dauerthema. Nicht nur der steigende Lieferverkehr belastet die Anwohner in Linn und Uerdingen, auch auf Standstreifen parkende Laster und der dort hinterlassene Müll erregen den Unmut der Bürger, beispielsweise in Gellep-Stratum (wir berichteten). Nun diskutierte die SPD bei einem Vor-Ort-Termin mit Verkehrspolitiker Udo Schiefner über die Problematik. Organisiert wurde die Ortsbesichtigung vom Arbeitskreis Europa der SPD Krefeld.

Im Hafen unterwegs: Ina Spanier-Oppermann (vorn), Udo Schiefner, Philipp Richter, Jürgen Hengst, Claudia Heinrichs, Michael Kuklinski, Karl-Heinz Duchene (v.l.n.r.). Foto: SPD Krefeld

„Früher dachte man, es reicht, für Lkw im Gewerbegebiet einen Parkstreifen zu haben. Die Transportmengen wachsen aber seit Jahren stetig und damit auch die Belastungen für die Fahrerinnen und Fahrer. Wir müssen Infrastrukturen schaffen, nicht nur Parkplätze. Dabei muss die hygienische und soziale Situation der Arbeitnehmer im Mittelpunkt stehen,“ sagte der SPD-Politiker, der in seiner Bundestagsfraktion stellvertretender Sprecher der Verkehrs-AG und für Güterverkehr und Logistik zuständig ist.

Jürgen Hengst SPD-.Ratsherr und Vorsitzender im Aufsichtsrat der Hafengesellschaft ergänzte: „Wir müssen Firmen verpflichten, das Lkw-Problem auf eigenem Gelände zu lösen und den Parkdruck von der Straße wegzunehmen. Dies gelingt bis jetzt gut. Am Castellweg konnten wir Poller zur Verhinderung von Lkw-Parken aufstellen Das hat die Situation für die Anwohner wesentlich verbessert.“ Zudem sei der Kommunalbetrieb Krefeld beauftragt, den Pkw-Parkplatz an der Ecke Castellweg/ Fegeteschstraße für Lkw zu sperren. „Gegenwärtig kommt es dort noch zu Vermüllung und Beschädigung der Bäume“, stellte Hengst fest.

Der Rundgang führte auch am Hafenbecken vorbei. Zu sehen waren Anleger für die Anlieferung von Rohstoffen per Schiff. Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann sagte: „Wir setzen auf solche intermodalen Verkehrssysteme und werden weitere Landesmittel beantragen, damit auch das interne Bahnnetz im Hafen vergrößert wird – so lassen sich Zehntausende von Lkw Fahrten vermeiden.“