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Krefeld: IT-Probleme der Stadt stoppen Corona-Zahlen

Impfkampagne : 1506 Impfdosen für Krefelds Klinik-Mitarbeiter

Krefeld kann aufgrund von IT-Problemen keine neuen Corona-Zahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI) melden. An Krefelds Krankenhäusern werden ab Montag 1506 Impfdosen verimpft.

Die Stadtverwaltung vermeldet Probleme mit ihrer Technik: „Der städtische Fachbereich Gesundheit hat am Montag, 18. Januar, aufgrund von IT-Problemen keine neuen Zahlen von Corona-Infizierten an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin melden können“, so ein Behördensprecher. „Die Gesamtzahl aller bisher in Krefeld mit dem Coronavirus infizierten Personen wird in der Statistik somit weiter mit 6.140 angegeben.“ Am Montag begann die Impfkampagne an den vier Krefelder Krankenhäusern.

 Der leitende Abteilungsarzt für Gastroenterologie am Maria-Hilf, Dr. Stefan tho Pesch, war einer der ersten, die sich haben impfen lassen.
Der leitende Abteilungsarzt für Gastroenterologie am Maria-Hilf, Dr. Stefan tho Pesch, war einer der ersten, die sich haben impfen lassen. Foto: Alexianer

Als aktuell infiziert gelten noch 660 Personen in Krefeld, 52 weniger als am Sonntag. Verstorben sind im Zusammenhang mit Corona 86 Personen. Die Stadt rechnet damit, dem RKI zum Dienstag alle fehlenden Zahlen übermitteln zu können.

Durch die zuletzt ausgebliebene Meldung sinkt die vom RKI angegebene Sieben-Tage-Inzidenz: Sie liegt aktuell bei 96, am Vortag lag sie bei 125. Mit Meldung der regulären Zahlen wird die Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro

100.000 Einwohner in sieben Tagen, für Krefeld nach Einschätzung der Verwaltung deutlich steigen.

In den Krefelder Krankenhäusern liegen aktuell nach einer Corona-Infektion 49 Patienten aus Krefeld. Sieben dieser Patienten liegen auf der Intensivstation, fünf von ihnen werden beatmet. In Quarantäne haben sich bisher, freiwillig oder behördlich angeordnet, 20.530 Personen begeben.

Oberbürgermeister Frank Meyer berichtet als Leiter des Krisenstabs über die aktuelle Bewertung des Infektionsgeschehens. Die vergangene Woche habe gezeigt, dass die Situation „dynamisch“ sei. Während die Infektionszahlen leicht sinken und in den Krankenhäusern etwas Entspannung eintritt, steigt die Zahl der Todesfälle stetig an. Dennoch werde der Krisenstab aktuell keine neuen Einschränkungen für Krefeld erlassen. „Wir wollen keinen Flickenteppich, sondern einheitliche Regeln. Wir werden uns aber weiter mit der Datenlage beschäftigen und mögliche Instrumente zum Infektionsschutz ausloten“, betont Meyer.

Dem Fachbereich Gesundheit liegen auch neue Meldungen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) vor: Jeweils eine neue Corona-Infektion wird aus der Kita St. Gertrudis, der Grundschule Königshof und dem Berufskolleg Vera Beckers gemeldet.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) war am Sonntag im Einsatz, hat dabei keine Bußgelder wegen Corona verhängt. Da die Mitarbeiter des Ordnungsamtes  aktuell in den Fußgängerzonen deutlich weniger zu tun haben, überlegt die Verwaltungsspitze, verstärkt im öffentlichen Nahverkehr zu kontrollierfen.

Am Montag haben auch die Impfungen in den Krefelder Krankenhäusern begonnen. Die vier Kliniken haben nach Auskunft der Stadt 1506 Dosen bestellt und bekommen.

Am Krankenhaus Maria Hilf werden bis Dienstagabend unter den mit höchster Priorität zu Impfenden bereits mehr als 60 Prozent geimpft sein, erklärte eine Sprecherin des Klinikums. Die Impfungen würden in der kommenden Woche fortgesetzt.

Am Helios sind die Mitarbeiter im Vorfeld über die Impfung informiert worden, unter anderem durch  Aufklärungsvideos. Alle Prozesse wurden vor Impfbeginn einmal durchgespielt.  Für die Impfungen wurde im Erdgeschoss des Klinikums ein Impfzentrum mit vier Impfkabinen eingerichtet.