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KFC Uerdingen: Coach Stefan Krämer macht Trainingsplatz für schlechte Chancenverwertung verantwortlich

Nach 1:1 gegen Mannheim : KFC-Coach macht Trainingsplatz für schlechte Chancenverwertung verantwortlich

Das 1:1 gegen den SVW Mannheim kann den KFC Uerdingen nicht zufrieden stellen. Trainer Stefan Krämer nennt zwei Gründet, die eine bessere Ausbeute verhindern: Verletzungspech und ein Trainingsplatz, für den „ein Bauer Ärger mit jeder Tierschutzorganisation bekommen würde“.

Es war wie so oft in dieser Saison. Nach dem 1:1 des KFC Uerdingen gegen den SV Waldhof Mannheim war Trainer Stefan Krämer zwar mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, nicht aber mit dem Ergebnis. Das ist verständlich, denn wieder einmal waren die Blau-Roten die bessere Mannschaft, waren überlegen, hatten mehr Chancen, haben aber wieder nicht gewonnen. Das ist erfreulich und frustrierend zugleich. Und so schlichen die Uerdinger wieder einmal mit hängenden Köpfen in die Kabine, weil sie sich erneut für ihren Aufwand nicht mit einem Dreier belohnt haben.

„Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden. Die Uerdinger haben Dominanz ausgestrahlt“, gestand Mannheims Trainer Patrick Glöckner. So kam es, dass Kollege Krämer „mit der ersten Halbzeit trotz des Rückstands zur Pause absolut einverstanden“ war. Ein einziger gefährlicher Ball war auf das Tor von Hidde Jurjus gekommen und der war drin. Dabei hatte Dominik Martinovic die Hereingabe von Mohamed Gouaida nicht einmal mehr touchiert.

Heinz Mörschel, der vor der Pause bei guten Aktionen nicht das Glück des Tüchtigen hatte, war nach dem Wechsel aber dann zur Stelle, als Mannheims Torhüter Timo Königsmann schon geschlagen war und er den Ball nur noch aus zwei Metern Entfernung über die Linie schieben brauchte. „Das 1:1 war eine Erlösung“, urteilte der Torschütze erleichtert. „Wir haben viel gearbeitet und mussten dann einem Rückstand hinterherlaufen, der unglücklich war und aus unserer Sicht auch unverdient.“

Mit der Chancenverwertung ist auch Mörschel, der in der internen Torjägerliste mit Muhammed Kiprit gleich zog (je vier Treffer), nicht zufrieden. „Aber immerhin erarbeiten wir uns jetzt viel mehr Chancen als noch vor einigen Wochen“, sagt er und hofft, dass demnächst auch mehr Bälle im Netz landen. Trainer Stefan Krämer hat vor allem zwei Gründe ausgemacht, die eine bessere Ausbeute verhindern. Zum einen ist da das Verletzungspech, dass in Osayamen Osawe der Top-Torjäger der KFC in dieser Saison aufgrund eines gerissenen Syndesmosebandes komplett ausfällt. Zum anderen können Aktionen aufgrund der Platzverhältnisse am Löschenhofweg nicht einstudiert werden. Krämer veranschaulicht dies auf beeindruckende Weise: „Wenn ein Bauer seine Kühe auf den Platz stellen würde, auf dem wir trainieren müssen, würde er Ärger mit jeder Tierschutzorganisation bekommen.“