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Deutsche Bahn investiert in ihr Instandhaltungswerk Krefeld-Oppum

Wirtschaft in Krefeld : Deutsche Bahn investiert in ihr Instandhaltungswerk Oppum

Oberbürgermeister Frank Meyer und Verkehrspolitiker und Udo Schiefner konferierten per Video mit dem Bahnbevollmächtigten für NRW, Werner Lübberink.

Gute Nachricht für Krefeld: Oberbürgermeister Frank Meyer erfuhr in einer Videokonferenz, dass das Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn in Oppum auch in Zukunft eine wichtige strategische Rolle spielen wird. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten und Verkehrspolitiker Udo Schiefner wurde Meyer durch den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen und die Leitung des Werkes Krefeld der DB Fahrzeuginstandhaltung zur Zukunft des Standorts Krefeld informiert.

Die Samt- und Seidenstadt Krefeld blicke auf eine lange Eisenbahntradition zurück und sei verkehrlich auch heute noch ein bedeutender Eisenbahnknoten am linken Niederrhein. Neben Stahl- und chemischer Industrie spiele am Standort Krefeld auch immer schon die Bahnindustrie eine entscheidende Rolle. Neben der vormaligen Waggonfabrik Uerdingen – in der die Siemens Mobility GmbH heute unter anderem  mit dem ICE 4 das Flaggschiff der DB Fernverkehrsflotte herstellt – blicke auch das Werk Krefeld-Oppum der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH auf eine mittlerweile mehr als 125-jährige Tradition zurück, heißt es in einer Information.

So kann Raphael Bayer, Leiter des Werkes Krefeld, trotz der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, auf ein stabiles und erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken: Die Investitionen der Bahn in ihre neuen klimafreundlichen Elektrotriebzüge für den Nah- und Fernverkehr spiegeln sich auch in den Investitionen in den Standort Krefeld wider. So flossen auch dieses Jahr viele Millionen Euro in die Modernisierung der Maschinen, Werkshallen und Werkstattgleise im Werk Krefeld.

Die Befürchtungen des Abgeordneten Udo Schiefner, dass durch die Errichtung eines neuen ICE-Werkes im brandenburgischen Cottbus die Zukunft Krefelds infrage gestellt werden könnte, konnten die Vertreter der Deutschen Bahn entkräftigen. Das Gegenteil ist der Fall: Durch die Ausweitung der Fahrzeugflotte werden perspektivisch noch mehr verschiedene Elektrotriebzüge in Krefeld instandgesetzt – hierzu gehören auch mehrere Baureihen des ICE 3 und des neuen ICE 4.

Die Ausweitung des Portfolios stellt dabei das Werk in Krefeld vor besondere Herausforderungen, da notwendige Erweiterungen des Werkes aufgrund seiner räumlichen Lage zwischen den Stadtteilen Oppum und Linn schwierig umzusetzen sind. Trotzdem sollen in den nächsten Jahren hohe Millionenbeträge in die Modernisierung und Erweiterung der Instandhaltungskapazitäten des Werkes Krefeld investiert werden.

Auch für den Arbeitsmarkt in Krefeld und den Städten und Kreisen im Einzugsgebiet bilden sich so interessante Perspektiven. Die DB Fahrzeuginstandhaltung bietet an ihrem Standort Krefeld rund 1050 Mitarbeitern sichere und in Teilen auch hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Gerade als Ausbildungsstandort für gefragte Berufe wie Mechatroniker, System- und Energieelektroniker sowie die Berufe der Metallverarbeitung ist Krefeld bereits jetzt sehr attraktiv. So wurde im DB Werk Krefeld die Zahl der jährlichen Auszubildenden seit 2018 nahezu verdoppelt.

Der Konzernbevollmächtigte Werner Lübberink betont nochmals, wie sehr er es begrüßen würde, wenn aus der „Samt- und Seidenstadt“ Krefeld auch eine „Bahnstadt“ Krefeld werden könnte. Die Grundlagen hierfür sind mit der örtlichen Bahnindustrie und deren Perspektiven für die Zukunft mehr als vorhanden.