Korschenbroich: Die Realschule feierte 30. Geburtstag mit Nikolausmarkt

Realschule Korschenbroich : Ein Nikolausmarkt zum Schuljubiläum

Die Realschule Korschenbroich beging ihren 30. Geburtstag am Freitag auf besondere Art. Bei der Vorbereitung arbeitete die gesamte Schulgemeinschaft fleißig zusammen.

Klassische Feier kann jeder. Die Realschule Korschenbroich hat sich zu ihrem 30-jährigen Bestehen etwas anderes überlegt. Ein Nikolausmarkt verband am Freitag den Geburtstag mit der Adventszeit. Eine Idee, die ein wenig aus der Not geboren ist.

„Ich bin ja erst seit April hier. Irgendwann habe ich dann erfahren, dass die Schule 2019 ihren 30. Geburtstag hat“, sagt Schulleiterin Marion Wittig. Das müsse man doch irgendwie feiern, dachte sie sich. Zeit für langfristige Planung gab es nicht mehr. Aber die Schulgemeinschaft setzte sich zusammen und ersann den Nikolausmarkt.

Alle Klassen beteiligten sich an der Vorbereitung. Die einen backten Plätzchen und kulinarische Spezialitäten aus aller Welt. So vielfältig, wie der Herkunft mancher Schüler. Die anderen bastelten. Deko-Artikel, teils aus Recycling-Material. Die Ergebnisse konnten in den Klassenräumen bewundert werden. Auch die Eltern beteiligten sich, organisierten einen Glühweinstand. Boten sogar selbstgemachten Eierlikör an. „Ich finde toll, was zusammengekommen ist“; sagt Wittig.

Überhaupt verfüge die Realschule in Kleinenbroich über ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, betont Wittig. Das sei ihr in den ersten Monaten dort und auch bei der Nikolausmarkt-Vorbereitung wieder aufgefallen. Ob Schüler, Eltern, Lehrer oder Hausmeister. „Sie alle identifizieren sich mit diesem Ort. Das finde ich auch sehr wichtig“, sagt Wittig. Sie erachte es auch als ihre Aufgabe als Schulleiterin, diese Identität noch weiter zu stärken.

Aufgefallen sei ihr auch das vielfältige Engagement ihrer Schüler. Gerade das Thema Nachhaltigkeit finde dort großen Anklang. So spielen einige Zehntklässler mit dem Gedanken, an der Schule ein Biotop einzurichten. „Es gibt im Schulleben immer viel Druck, was die Leistungsstandards angeht“, sagt Wittig. Umso wichtiger sei es, auch Zeit für gemeinschaftsstärkende Aktivitäten zu finden. Wie eben jenen Nikolausmarkt am Freitag.