Korschenbroich: Kochtreff Farbenküche hat im Hannen-Center eröffnet

Kochtreff Farbenküche in Korschenbroich : Jeder würzt nach eigenem Geschmack

Zum Herbstfest eröffnete Simone Gaube im Hannen-Center den Kochtreff Farbenküche. Ihre Kurse stoßen auf gute Resonanz.

Die Anforderungen an ein gängiges Mittagsgericht an einem üblichen Wochentag sind schnell umrissen: Es sollte gut schmecken, gesund und möglichst rasch zubereitet sein. Auf Wunsch einer dreifachen Mutter stellte Simone Gaube zum Thema „Offene Mittagsgerichte“ im Kochtreff Farbenküche eine Auswahl zusammen, die alle Kriterien mühelos erfüllt. „Ich möchte das Unkomplizierte herüberbringen“, sagt die neue Inhaberin. Sie bietet themenbezogene Kurse an und stellt sich ebenso auf Wünsche eines Auftraggebers ein.

Wichtigstes Instrumentarium im Treff ist ein Trio von Hightech-Küchenmaschinen, bekannt als Thermomix. Bereit stehen zudem Backofen, Spülbecken und Spülma-schine. „Bei Bedarf kann ich eine Herdplatte anschließen, doch das war bisher nicht nötig“, sagt Gaube. Ihre Kurse seien zwar Thermomix-lastig, doch keine Werbung für das Küchengerät, betont sie. Daher fragt sie nicht ab, ob Teilnehmer zuhause ein in die Jahre gekommenes Schätzchen oder den neuesten Trendsetter stehen haben.

„Ich fühle mich in Korschenbroich beheimatet“, sagt die 55-Jährige, die zuvor Kochkurse in angemieteten Räumen anbot. Doch irgendwann habe sich die Frage nach Logistik und Kosten ergeben. Als die Reinigung im Hannen-Center schloss, überlegte Gaube nicht lange. Sie mietete das Ladenlokal an und richtete den Kochtreff ein. Den Namen „Farbenküche“ hatte sie sich schon vor Jahren schützen lassen. Tochter Christina zeichnete den „TM5“, der nun als gesticktes Emblem die bereit liegenden Schürzen ziert. Die Lage und die bisherige Resonanz seien sehr gut,  sagt Gaube.

Die Kochkurse richten sich an Kinder ab neun Jahren und Erwachsene. „Kinder haben keine Berührungsängste mit der Technik und daher auch keine Sorge, den falschen Knopf zu drücken. Begeistert von der technischen Entwicklung der Geräte fühlen sich immer mehr Männer angesprochen“, berichtet die 55-Jährige. Inzwischen hat sich um sie schon fast ein Fan-Club gebildet. Zu dem zählt Uschi Simmert aus Gierath. „Mir ist es wichtig, dass man hierhin kommen kann, ohne jemanden mitzubringen, der kein Gerät oder ein altes hat“, sagt sie und betont mit Hinweis auf den Hersteller, dass dies keine Selbstverständlichkeit sei. „Die Simone macht das toll. Es gibt immer wieder Dinge, die ich noch nicht wusste“, schwärmt Gudrun Zeus. Sie freut sich, mit jedem Kurs neue Möglichkeiten kennenzulernen.

Bei den „offenen Mittagsgerichten“ teilten sich Simmert und Zeus die Aufgaben mit ihren Mitstreiterinnen. Auf dem Speiseplan standen Hackfleisch-Risotto, Pilzragout mit Spätzle, ein Kresse und Radieschen-Dip, schnelle Brötchen, ein chinesischer Nudelgang und zum Nachtisch Bratäpfel, gefüllt mit Dominosteinen und übergossen mit warmer Vanillesauce.

„Hier kommen oft Leute hin, die eine Unverträglichkeit haben, ein ernährungsbedingtes Zipperlein. Nur wenn man sein Essen selber macht, weiß man garantiert, was darin enthalten ist“, sagt Gaube. „Wenn ich ein Gulasch koche, gehe ich mit dem Hund spazieren“, lobt eine Teilnehmerin das effektive Arbeiten beim digital unterstützten Kochen. Denn das Gerät schaltet sich der Eingabe entsprechend automatisch ab. Der Nachwuchs der dreifachen Mutter Nina Friedrich zaubert Engelszungen, Muffins und mehr, wenn die Zutaten bereitstehen.  Ist das Rezept digitalisiert, lesen die Kinder Zutatenmenge und Zeiten vom Display ab.