Korschenbroich: SPD verzichtet nach Kurz-Stadtrat auf Sitzungsgeld

Rat der Stadt Korschenbroich : SPD-Fraktion verzichtet auf Sitzungsgeld

Ein vergessener Tagesordnungspunkt sorgte dafür, dass der Korschenbroicher Stadtrat am Donnerstag noch einmal zusammenkommen musste. Die Sozialdemokraten wollten von diesem Fehler nicht profitieren.

Vor dem Sozialausschuss traf sich der Stadtrat am Donnerstag zu einer Kurzsitzung. Diese war nötig geworden, weil bei der vorherigen Sitzung der Punkt „Übertragung von stillen Beteiligungen an den Städtischen Entsorgungsbetrieb“ schlichtweg vergessen wurde (wir berichteten).

Alle Fraktionen stimmten dem Antrag zu. Im Vorfeld meldete sich jedoch SPD-Ratsmitglied Josef-Peter Fels zu Wort. Er habe gelesen, dass „der Bürger“ wegen eines Verwaltungsfehlers nun bis zu 852 Euro zahlen müsse, sagte er. Und bezog sich dabei auf das maximal fällige Sitzungsgeld für alle 42 Ratsmitglieder. Von diesem Fehler, der passieren könne, wolle er nicht profitieren. „Ich verzichte daher auf mein Sitzungsgeld“, sagte er. Zustimmung fand die Idee bei seinen Genossen „Die gesamte SPD-Fraktion wird auf das Sitzungsgeld verzichten“, erklärte Fraktionschef Albert Richter im Anschluss.

(mlat)