Überfall am Flughafen Köln/Bonn: Video - hier flüchten die Räuber

Augenzeugen-Video : Räuber flüchten nach Überfall mit offenem Kofferraum

Video zeigt Flucht der Täter nach Raubüberfall in Köln

Brutale Täter haben am Flughafen Köln/Bonn einen Geldtransporter überfallen und einen Wachmann lebensgefährlich verletzt. In einem Video, das unserer Redaktion vorliegt, ist zu sehen, wie die mutmaßlichen Täter flüchten.

Es muss eine Szene gewesen sein wie aus einem Köln-„Tatort“: Maskierte Bewaffnete stürmen am Mittwochmorgen am Flughafen Köln/Bonn auf einen Geldtransporter zu. Jemand ruft: „Auf den Boden, auf den Boden!“ Dann fallen Schüsse. Einer der Wachmänner wird in den Oberschenkel getroffen und lebensgefährlich verletzt. So schildert ein Polizeisprecher die Tat.

In einem Video, dass unserer Redaktion exklusiv vorliegt, ist zu sehen, wie zwei schwer bewaffnete und vermummte Personen mindestens zwei Koffer in den Kofferraum eines dunklen Audis packen. Einer der Vermummten steigt auf der Fahrerseite des Autos ein, der zweite nimmt auf dem rechten hinteren Sitz Platz. Ob sich weitere Personen in dem Auto befinden, ist nicht ersichtlich. Das Auto fährt in hoher Geschwindigkeit vom Tatort - der Kofferraum des Wagens bleibt offen. Offenbar verhindert ein herausragender Tragegriff eines Koffers das Schließen. Die Polizei hat unserer Redaktion bestätigt, dass das Video mit hoher Wahrscheinlich echt ist.

Wenig später bietet sich der Kölner Feuerwehr ein anderes dramatisches Bild: Auf einer Straße direkt neben der Autobahn 59 im Stadtteil Porz steht ein brennendes Auto. Die Flammen schlagen hoch aus dem Wrack, dicke schwarze Rauchwolken steigen auf. Die Täter haben den Ermittlern zufolge ihr Fluchtfahrzeug angezündet. Sind sie mit einem anderen Wagen weitergefahren oder gar zu Fuß geflüchtet? Eines scheint klar: Das Verbrechen war genau geplant.

Zurück am Flughafen: Etwa zwei Stunden nach dem Überfall untersuchen Polizisten den dunkelblauen Geldtransporter mit Essener Kennzeichen und geöffneten Hintertüren. Der Tatort ist mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Er befindet sich im unteren Teil des Terminals, wo Fernbusse abfahren und Taxen halten. Der Busterminal bleibt während der Spurensicherung gesperrt. Bis auf die Ermittler und Journalisten ist der Bereich nahezu verwaist.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Baldes sei die Polizei schnell vor Ort gewesen, ein Beamter habe Erste Hilfe geleistet und das Bein des verletzten Wachmanns abgebunden. Trotzdem sei die Schusswunde lebensgefährlich gewesen - der Mann musste notoperiert werden. Mittlerweile schwebt der Mann nicht mehr in Lebensgefahr.

(skr/siev/dpa)
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