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Pfalzdorfer Sylvesterlauf: Gutes tun und etwas bewegen

Pfalzdorfer Sylvesterlauf : Gutes tun und etwas bewegen

Auch links und rechts der Strecke gab es beim Pfalzdorfer Sylvesterlauf eine Menge zu beobachten.

Das kalte Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt machte es den Läufern beim 29. Pfalzdorfer Sylvesterlauf nicht leicht. Selbst den erfahrensten und besten Athleten blieb nicht nur sprichwörtlich auf der Strecke die Luft weg. Sogar die jüngeren Läufer beim Schüler- und Bambinilauf kämpften mit den äußeren Bedingungen und kamen komplett ausgelaugt im Ziel an. Für Rüdiger Richters Vorhaben war dieses Wetter dagegen genau richtig. Der Duisburger lief als Eisbär verkleidet auf den Plätzen rund um das traditionelle Geschehen an der Freiherr-von-Motzfeld-Schule herum und machte dabei auf ein wichtiges Thema aufmerksam: den Klimawandel.

Eigentlich wollte Richter es den vielen anderen als Krokodil oder Glücksklee verkleideten Läufern gleichtun und auch in seiner Eisbär-Verkleidung an einer der Disziplinen beim Sylvesterlauf teilnehmen. Aus Verletzungsgründen fiel sein Vorhaben allerdings ins Wasser, und so ging er einfach nur spazieren. Dabei hoffte er von möglichst vielen Interessierten angesprochen zu werden. "Ich bin Aktionist und habe mit diesem Kostüm schon an einigen Läufen in Deutschland, Norwegen oder auch Schweden teilgenommen. Der Klimawandel liegt mir nämlich sehr am Herzen", verriet Richter. Der Eisbär nehme bei dieser Thematik eine wichtige Rolle ein. "Ihn verbindet jeder mit Kälte und Schnee, aber ihm macht die Eisschmelze sehr zu schaffen. Denn dadurch kann er nicht mehr jagen und verhungert", erklärte Richter. In Pfalzdorf wollte er einen kleinen Teil dazu beitragen, den Lebensraum dieser Polartiere zu schützen.

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Auch an einer anderen Stelle hat die 29. Ausgabe des Pfalzdorfer Sylvesterlaufes Gutes getan. Jeder Läufer konnte sein Pfandgeld in Höhe von zwei Euro, dass er bei der Anmeldung hinterlegen musste, an den Ghana-Kreis Pfalzdorf und an die Flüchtlingsorganisation "Runder Tisch Goch" spenden. Hinzu kamen noch 50 Cent pro verkauftes Bild der "Photo Nerds", bei denen jeder entweder sein ausgedrucktes Zieleinlauf-Foto oder ein aufgenommenes Bild vor der "Finisher-Leinwald" käuflich erwerben konnte. Von den mehr als 3200 gemeldeten Aktiven und den Tausenden von Zuschauern nahmen auch einige im Laufe des Tages dieses Angebot war.

Zufrieden zeigte sich nicht nur deshalb Tim Verhoeven vom Organisationsteam der Leichtathletik-Abteilung des VfB Alemannia Pfalzdorf. "Es hat alles geklappt", resümierte Verhoeven zu vorgerückter Stunde. Die Entscheidung, die Mädchen und Jungen bei den Bambini-Läufen zu trennen, sei rückblickend die richtige gewesen. "Es war ja so schon wieder viel los, wenn die Eltern zu ihren Kindern wollen. Aber durch die Trennung haben wir das etwas entzerren können", meinte Verhoeven. Auch ansonsten sei im Grunde alles nach Plan gelaufen. Mit 3 276 gemeldeten Läufern, von denen 2 681 ins Ziel gelangten, habe die 29. Ausgabe 2016 zudem einem rekordverdächtigen Zulauf gehabt.

(pets)