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Fußball: Andre Trienenjost vom Oberligisten 1. FC Kleve erneut operiert

Fußball : Andre Trienenjost erneut operiert

Dem Stürmer des Oberligisten 1. FC Kleve musste ein Teil des Innenmeniskus entfernt werden, weil nach dem ersten Eingriff im September eine Operationsnaht gerissen war. Die Verhandlungen mit möglichen Neuzugängen stocken.

Beim Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve kommt in diesen Tagen wieder ein Hauch von Mannschaftsgefühl auf. Der Klub organisiert für die Kicker einmal wöchentlich ein Cyber-Training bei Salvea Sports, bei dem die Spieler virtuell zugeschaltet sind. „Es war schön, die Jungs einmal wieder alle auf diesem Weg zusammen zu sehen“, sagt Trainer Umut Akpinar, der sich mit seinem kickenden Personal seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie fußballerisch im Home Office befindet. Ob sich daran etwas ändern wird in den nächsten Tagen, kann Akpinar noch nicht abschätzen. Er wartet wie alle Übungsleiter, Spieler und Funktionäre sehnsüchtig darauf, dass der Verband Niederrhein (FVN) entscheidet, was mit der seit mittlerweile fast zwei Monaten ausgesetzten Saison wird.

Umut Akpinar rechnet damit, dass die Spielzeit abgebrochen wird. Er hofft, dass bis Anfang der kommenden Woche beim Thema Klarheit herrschen wird, nachdem der Verband jetzt noch einmal eine Online-Umfrage bei den Vereinen gestartet hat, die bis Freitag abgeschlossen sein soll. „Sobald die Entscheidung gefallen ist, dass es nicht weitergeht, werden wir sofort in die Sommerpause gehen“, sagt Akpinar. Sollte sich das doch noch etwas hinauszögern, überlegt er, eine Übungseinheit mit den nötigen Abstandsregeln zu organisieren, „damit wir im Mannschaftskreis noch einmal irgendwie zusammenkommen“, so der Coach. Ansonsten wird man sich dann erst wieder gemeinsam auf den Platz sehen, wenn die Vorbereitung für die nächste Spielzeit irgendwann gestartet werden kann.

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Die Akteure des Oberligisten halten sich immer noch nach individuellen Trainingsplänen fit, die Umut Akpinar Woche für Woche für seine Spieler erstellt. Kontrolliert hat er nicht, ob seine Anweisungen auch umgesetzt werden. „Da vertraue ich meiner Mannschaft blind. Ich glaube nicht, dass ein Spieler geschludert hat“, sagt der Coach. Ein Akteur musste allerdings passen: Andre Trienenjost.

Der Stürmer musste sich einem erneuten Eingriff am im September bereits operierten Innenmeniskus im rechten Knie unterziehen. Denn bei einer weiteren Untersuchung wurde der Grund dafür gefunden, dass der 30-Jährige zuletzt immer wieder Schmerzen gehabt hatte. Die Operationsnaht war gerissen. Jetzt wurde ein Teil des Innenmeniskus entfernt. Trienenjost hofft, in einigen Tagen wieder langsam mit dem Aufbautraining beginnen zu können.

Er will sich beim erneuten Versuch, den Weg zurück auf den Fußballplatz zu finden, aber nicht unter Druck setzen. „Ich bin zwar nicht der geduldigste Mensch. Doch ich habe mir diesmal kein festes Datum zum Ziel gesetzt, wann ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen möchte. Wichtig ist jetzt, dass alles gut verheilt. Und dann sehen wir weiter.“

Dass er beim Comeback wieder im Trikot des 1. FC Kleve auflaufen wird, ist so gut wie sicher. Der Verein, der immer gesagt hat, dass er Trienenjost halten will, und der Stürmer, der bis zu seiner Verletzung in acht Partien sechs Treffer für den Oberligisten erzielt hat, haben mündlich schon eine weitere Zusammenarbeit fixiert. Für Trienenjost ist damit klar. „Wenn es mit dem Fußball weitergeht, dann geht es nur beim 1. FC Kleve weiter.“

Der Klub vom Bresserberg hat damit fast alle Personalien mit den Kickern des aktuellen Aufgebots geklärt. Leslie Rume, Marvin Ehis (beide Fichte Lintfort) und Levon Kürkciyan (Viktoria Goch) gehen. Nils Hermsen wird wegen seines Studiums kürzertreten. Ob Ali Hassan Hammoud und Abdullo Saidov weiter zum Kader gehören, ist aus beruflichen Gründen noch fraglich. Als einziger Neuzugang steht bislang Pierre Heyer (KFC Uerdingen U 19) fest. Leander Derksen und Marten Albrecht rücken aus der eigenen Jugend auf.

Die weiteren Personalentscheidungen stocken derzeit, weil noch nicht geklärt ist, wann die Saison beendet wird. Der Oberligist hat erste Gespräche mit jeweils einem Spieler für die Abwehr, das Mittelfeld und den Angriff geführt. „Doch wir kommen da erst weiter, wenn wir wissen, ab welchem Zeitpunkt Spielerwechsel möglich sind“, sagt Hans Noy, Vorstandsmitglied des 1. FC Kleve.