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Fußball: Videokonferenzen zum Saisonabbruch im Kreis Kleve/Geldern

Videokonferenzen des Fußball-Verbandes : FVN will jetzt noch eine Online-Umfrage starten

Die Kreisliga-Vereine des Fußball-Kreises Kleve/Geldern sprechen sich bei Videokonferenzen bis auf eine Ausnahme für den Saisonabbruch aus. Die Klubs am Niederrhein sollen nun noch per E-Mail abschließend zum Thema befragt werden.

Dieses Ergebnis war in dieser Deutlichkeit zu erwarten. Auch fast alle Kreisliga-Vereine im Fußball-Kreis Kleve/Geldern haben fertig mit der mittlerweile schon seit Mitte März ausgesetzten Spielzeit 2019/2020. 43 Klubs des Kreises nahmen am Montag und Dienstag an den Videokonferenzen mit dem Verband Niederrhein teil. 42 Vereine sprachen sich dafür aus, die Saison sofort abzubrechen, keine Absteiger, aber dafür Aufsteiger zu ermitteln. Lediglich der SV Donsbrüggen machte den Vorschlag, die Spielzeit fortzusetzen.

„Derzeit weiß niemand, wann wieder Fußball gespielt werden kann. Wenn es erst im Oktober oder November losgehen könnte, wäre die Zeit zu knapp, bis Ende Juni 2021 eine komplette Saison mit dann größeren Staffeln durchzuziehen. Dann könnte man besser ab diesem Zeitpunkt die aktuelle Spielzeit beenden“, sagt Werner van Gemert, Vorsitzender des SV Donsbrüggen. „Wir würden uns aber auch nicht dagegen wehren, wenn die Saison jetzt beendet werden würde.“

Holger Tripp, Vorsitzender des Fußballausschusses im Kreis Kleve/Geldern, lobte die konstruktiven Gespräche mit den Vereinen. „Die beiden Konferenzen waren von sehr viel Fairness und Verständnis für die Situation geprägt.“ Kein Klub habe etwa erklärt, dass er gegen eine Entscheidung des Verbandes, wie immer sie auch ausfallen mag, auf die Barrikaden gehen würde. „Der SV Sevelen, der in der Kreisliga A als Tabellendritter den Aufstieg noch schaffen könnte, hat zum Beispiel gesagt, dass es für ihn kein Problem wäre, wenn nur Spitzenreiter SV Rindern und der Zweite Uedemer SV in die Bezirksliga aufrücken würden. Diese beiden Teams wären bislang besser gewesen und hätten es deshalb verdient“, sagte Holger Tripp.

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Der Verband Niederrhein (FVN) wird am Donnerstagabend die Videokonferenzen, die er mit allen 13 Fußball-Kreisen führt, abgeschlossen haben. Den Verantwortlichen ist dabei klar. „Es gibt eine deutliche Tendenz für einen Abbruch“, sagt Wolfgang Jades, Vorsitzender des Verbands-Fußballausschusses. Nach der letzten Konferenz wird es im FVN noch einmal Gespräche mit den Kreis-Vorsitzenden geben, ehe das Präsidium die Ergebnisse der insgesamt 24 Konferenzen beraten wird. Anfang der kommenden Woche soll dann eine Online-Umfrage mit verschiedenen Saison-Szenarien per E-Mail an die Vereine verschickt werden.

Dabei will der Verband in erster Linie abklopfen, welches Wertungsmodell bei einem Saisonabbruch, der wahrscheinlich ist, die größte Zustimmung erhalten würde. Das Resultat dieser Umfrage wird die Grundlage für die Entscheidung sein, wie es mit der Saison weitergeht und wer aufsteigen kann. Der Beschluss des FVN-Präsidiums müsste dann noch von einem außerordentlichen Verbandstag bestätigt werden.

Bei der Videokonferenz des Kreises Kleve/Geldern sprachen sich die meisten Vereine dafür aus, die Saison nach der Quotientenregel zu werten. „Es wird wahrscheinlich nicht möglich sein, eine gerechte Lösung für alle Vereine zu erreichen. „Wir müssen deshalb versuchen, die beste der ungerechten Lösungen zu finden“, sagt Holger Tripp.