Fußball : 1. FC Kleve glänzt beim Sieg gegen FC Kray

Der Oberligist gewinnt sein Heimspiel am Mittwochabend vor 250 Zuschauern mit 4:1. Die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar überzeugt dabei auf ganzer Linie und hätte einen noch deutlicheren Erfolg schaffen können.

Der 1. FC Kleve ist weiter im Aufwind. Der Fußball-Oberligist bestätigte am Mittwochabend bei seinem 4:1 (2:1)-Sieg im Heimspiel gegen den FC Kray vor 250 Zuschauern seinen Aufwärtstrend eindrucksvoll. Die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar hatte schon am Sonntag beim 1:1 beim TSV Meerbusch überzeugt, sich aber für ihre gute Leistung nicht mit einem Erfolg belohnt. Gegen den FC Kray tat sie dies an einem Abend mit einigen Premieren.

Nicht nur, dass Neuzugang Michael James den Heijer endlich sein Debüt feiern konnte. Seine Spielberechtigung traf am Mittwoch noch rechtzeitig ein – der Neuseeländer konnte erstmals mit Routinier Nedzad Dragovic die Innenverteidigung bilden. Der Neuzugang lieferte einen vielversprechenden Einstand ab, auch wenn ein Missverständnis zwischen ihm und Torhüter Bjarne Janßen den Gästen aus Essen den Treffer zum 1:1 durch Luca Kazelis (26.) ermöglichte. Es war einer der nur wenigen Schönheitsfehler, den es im Klever Spiel gab.

Das Malheur fiel nicht sonderlich ins Gewicht, weil es weitere erfreuliche Premieren gab. Der 1. FC Kleve hat seine ersten Tore in dieser Saison aus dem Spiel heraus erzielt, nachdem Nedzad Dragovic vom Elfmeterpunkt aus die bisherigen Treffer markiert hatte. Das fast schon obligatorische Strafstoß-Tor des Abwehrchefs gab es allerdings auch am Mittwoch. Nachdem Neuzugang Ryo Terada (8.) mit seinem ersten Oberliga-Treffer im Klever Trikot früh für die Führung gesorgt hatte, verwandelte Nedzad Dragovic (40.) nach einem Essener Handspiel im Strafraum den fälligen Elfmeter zum 2:1. Luca Thuyl (63.), ein weiterer Neuzugang, dem das erste Pflichtspiel-Tor im Trikot des Fusionsklubs gelang, und Niklas Klein-Wiele (79.) beseitigten die letzten Zweifel am Erfolg des Gastgebers, der durchaus noch höher hätte ausfallen können. Chancen dafür hatte das Akpinar-Team genug.

Der Trainer war äußerst zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die von Beginn an ein hohes Tempo gegangen war. „Die Leistung in Meerbusch war schon gut. Jetzt haben wir wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben sehr, sehr gut gespielt“, sagte der Klever Übungsleiter, dem diesmal auch mehr Alternativen zur Verfügung standen. „Die Kabine war erstmals richtig voll.“

Der 1. FC Kleve hatte die Partie von Anfang an im Griff. Er stand in der Abwehr bis auf wenige Ausnahmen sicher. Der FC Kray wurde, wie beim Ausgleichstor, eigentlich immer nur dann gefährlich, wenn der Gastgeber sich Patzer erlaubte. Einer unterlief auch Bjarne Janßen, der erneut ein guter Ersatz für den verletzten Stammkeeper Ahmet Taner war. Doch der 21-jährige Schlussmann vereitelte dann die Chance, die er dem Gegner ermöglicht hatte. Ansonsten hatte Janßen wenig Arbeit, weil seine Teamkollegen den Gegner mit großem läuferischen Engagement und Spielwitz fast ständig unter Druck setzten.

In der Offensive kombinierten die Klever entweder sicher nach vorne oder brachten den Gegner mit langen Bällen auf die schnellen Außen in Verlegenheit. Für Akpinar war die Partie ein Zeichen dafür, dass der 1. FC Kleve kein Problem in seiner Offensivabteilung hat, obwohl es in den ersten drei Partien nur zu zwei zwei Elfmeter-Toren gereicht hatte. „Auch da waren wir im Angriff nicht schlecht, es hat oft nur der letzte entscheidende Pass gefehlt. Das hat heute geklappt, denn die Tore waren schön herausgespielt“, sagte der Coach.