1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kleve: Für ein Semester ins Reich der Mitte

Kleve : Für ein Semester ins Reich der Mitte

Die 21-jährige Cornelia Dethmann aus Straelen ist gerade zum Studium in Hongkong. Sie erkundet die Stadt, isst "echtes" chinesisches Essen, feiert mit den einheimischen Studenten und erlebt den normalen Uni-Betrieb.

Unlesbare Schriftzeichen, Frühlingsrollen und rote Lampions - das sind die gängigen Bilder, die man mit dem Reich der Mitte verbindet. Doch China hat mehr zu bieten. Das erkundet gerade Cornelia Dethmann aus Straelen. Die 21-Jährige macht ein Auslandssemester in Chinas "Sonderverwaltungszone" Hongkong. Da gibt es eine eigene Währung, eigene Gesetze, und Facebook ist erlaubt. Aber dennoch ist die Metropole sehr chinesisch.

Wenn Cornelia nicht durch Asien tourt, studiert sie International Marketing an der Fontys Hochschule in Venlo. "Im fünften oder sechsten Semester ist in unserem Studiengang ein Auslandssemester vorgeschrieben", erzählt die Straelenerin. Und warum hat sich Cornelia für Hongkong entschieden? "Zwei Faktoren sprachen dafür. Zum einen die Uni selbst. Sie hat ein gutes Angebot an Kursen, die etwas mit Business zu tun haben, was von meiner Hochschule sehr erwünscht ist", so die Studentin. "Außerdem haben sie ein tolles Programm für Austauschstudenten. Jeder Austauschstudent bekommt zwei so genannte Buddies, also Studenten aus Hongkong, die uns alles zeigen und erklären."

 Hmmmm, lecker... oder doch nicht? Das chinesische Essen in Hongkong hat jedenfalls nicht so viel mit dem zu tun, was einem "beim Chinesen" in Deutschland serviert wird.
Hmmmm, lecker... oder doch nicht? Das chinesische Essen in Hongkong hat jedenfalls nicht so viel mit dem zu tun, was einem "beim Chinesen" in Deutschland serviert wird. Foto: Cornelia Dethmann
  • Alice van Megen ist das Gesicht
    Altenpflege in Straelen : Film über Pflege im Marien-Haus Straelen
  • Das H für Hilfe bilden einige
    Nächstenliebe in Straelen : „Hand in Hand“ für Hilfe in Straelen
  • In der Universität UPEA sind die
    Unglück auf oberem Stockwerk : Mindestens sieben Studenten stürzen an Uni in Bolivien in den Tod

Für Cornelia ist das schon ihr zweiter Aufenthalt in der großen weiten Welt. In der elften Klasse hat sie ein Jahr in den Vereinigten Staaten in einer Gastfamilie verbracht und ist dort auch zur Schule gegangen. "Daher habe ich mich nun für Asien entschieden. Hongkong erschien mir da als gute Wahl als ehemalige britische Kolonie. Außerdem gibt es in Hongkong einen Mix aus ,Western and Asian culture,' und viele Menschen sprechen hier Englisch." Kantonesisch - ein Dialekt, der vor allem im Süden Chinas gesprochen wird - Englisch gelten als die Landessprachen in Hongkong.

Die erste Zeit im fremden Land war für Cornelia Dethmann natürlich besonders spannend. "In der ersten Woche gab es ein Orientierungsprogramm für die Austauschstudenten." Dazu gehörte eine Hongkong-Tour, und es gab jede Menge typische chinesische Gerichte zu probieren wie zum Beispiel Dim Sum, kleine chinesische Häppchen. "Außerdem waren wir am Strand und haben gefeiert." Auch Kantonesisch hat Cornelia schon ein wenig gelernt.

Natürlich steht auch Unterricht auf dem Programm. Am Hongkong Institute of Education laufe die Arbeit ähnlich ab wie in Deutschland, berichtet die Straelenerin: "Es gibt Vorlesungen und Kurse. Meist müssen hier als Prüfung zum Beispiel Präsentationen gehalten werden."

Auch das Wohnen ähnelt sich - in einer Art Studentenwohnheim auf dem Campus sind die Austauschstudenten in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. "Es ist alles nur ein wenig kleiner, dafür sind aber auch die Lebenshaltungskosten viel geringer als in Deutschland."

Zum Weihnachtsfest ist das Abenteuer "Hongkong" für Cornelia beendet. Dann fliegt sie wieder in die Heimat.

(RP)