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An der Stechbahn in Kleve gibt es eine internationale Kunstausstellung.

Malerei : Kunst an der Stechbahn

Die Gruppe „Proclivity for Art“, die aus Klever Studenten besteht, lädt zur Begegnung der Nationen in ihre Ausstellung an der Stechbahn.

Der Weg hinauf lohnt – wegen der Bilder, die dort gezeigt werden, aber vor allem wegen der Begegnung. „Wir sind Studenten der Hochschule Rhein-Waal und die Stadt Kleve hat uns Vieles ermöglicht, deshalb möchten wir etwas zurückgeben“, sagt Tawonga Tsokodayi. Der Ingenieur-Student an der HSRW organisiert die Gruppe „Proclivity for Art“, die im vergangenen Jahr ihre Ausstellung in Kleve hatte.

Das ist eine Gruppe, die alle ansprechen möchte, die einen „Hang zur Kunst“ haben. Einen Hang, der die Mitglieder der Gruppe eint: Kunst selber zu machen, Künstler einzuladen und Werke zu zeigen. Und darüber ins Gespräch zu kommen mit den Bürgern der Stadt, die für die Studierenden – für viele zumindest für die Zeit während des Studiums – auch Heimat geworden ist. Vor einem Jahr hatte „Proclivity for Art“ in ein leer stehendes Ladenlokal eingeladen, bei dem alle Passanten mitmachen, eigene Kunst machen konnten. Jetzt folgt als zweite öffentliche Aktion der Gruppe, die vielleicht auch Verein werden möchte, die Ausstellung in der Etage des Work Space von Fair Flat Kleve an der Stechbahn 8.

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Das ist nicht leicht zu finden – und deshalb hat die Gruppe zur Kreide gegriffen und die Stechbahn gleich zum Wegweiser gemacht: Man muss durch den Tordurchgang der alten Boss-Druckerei am Stechbahn-Wendehammer  und dann rechts hinter der Tür zwei Etagen hinauf bis in die hellen Räume der Ausstellung. Dort hat das Team um Tawonga Tsokodayi in der Nacht zu Freitag die Ausstellung gehängt, dort ist auch Gelegenheit zum Gespräch.

„Wir wollen eine Schnittmenge bilden zwischen den Studierenden und den Klevern“, sagt Mona Happ, die mit den anderen noch die letzten Kunstwerke zurechtrückt, die in Gruppen oder als Einzelwerke gehängt oder, wie die Büste einer Frau, in den Raum gestellt wurden. Gezeigt werden Werke aller Gattungen: Malerei auf Leinwand, Plakatentwürfe beispielsweise auch für Kleve, Fotografien. Es ist naive Malerei zu sehen, Körperstudien, Landschaften und Abstraktes, Porträts. Dazu auch Fotografie und einige Skulpturen, und nicht zuletzt auch ein Gedichtzyklus zu den vier Stufen der Akzeptanz. Der Mix ist so bunt wie die Vielfalt der Nationen. Explizit laden Happ und Tsokodayi ein, vorbeizuschauen: „Wir freuen uns über jeden, der hinauf kommt“, sagen sie.

Die Künstler kommen aus Kleve, Hamburg oder Köln: Mechthild Scharfschwerdt, Mia Langhoff, Daria Ockloen, Tinashe Mukombe, Girasol, Sankalp Agrawal, Ginotry Mwariwangu, Onae, Joshua Abeng und Maika Bilinski. Der Treff mit der Kunst und mit Proclivity for Art ist Samstag, 13. August, von 12 bis 19 Uhr und Sonntag, 14. August, von 12 bis 20 Uhr geöffnet.