1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Neue Ausstellung im Kreis Kleve​: „Insekten ganz nah“

Neue Ausstellung im Kreis Kleve : Auge in Auge mit der Goldaugenbremse

Bis zum 20. September ist im Foyer der Kreisverwaltung Kleve die Ausstellung „Insekten ganz nah“ zu sehen. Die faszinierenden Makroaufnahmen hat der Biologe Ulrich Werneke erstellt – in einer Detailschärfe, die ihresgleichen sucht.

(RP) Auge in Auge mit einer Goldaugenbremse oder ganz nah dran an den Details am Kopf eines Taumelkäfers: Diese ungewöhnlichen Blickwinkel auf die heimischen Insekten bietet ab sofort die Fotoausstellung „Insekten ganz nah“ im Foyer der Kreisverwaltung Kleve. Die Fotos sind im Rahmen der Öffnungszeiten für Besucher zu sehen: montags bis donnerstags 7 bis 17 Uhr, freitags 7 bis 13 Uhr (Haupteingang hinter dem Parkplatz, Nassauerallee 15-23 in Kleve). Die Ausstellung ist noch bis zum 20. September im Kreishaus zu Gast.

Die faszinierenden Makroaufnahmen hat der Biologe Ulrich Werneke erstellt – in einer Detailschärfe, die ihresgleichen sucht. Mit einem speziellen computergestützten Verfahren schafft er es, winzige Details wie Fühler, Haare oder Facettenaugen gestochen scharf abzubilden. Millimetergroße Insekten verwandeln sich in formatfüllende Fotomodelle.

Der Kreis Kleve und Biologe Werneke möchten mit der Ausstellung auf das Thema Insektensterben aufmerksam machen. Der Rückgang der Biodiversität, also der biologischen (Arten-)Vielfalt, ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. „Aber welche Schätze die Insektenwelt bereithält, erfährt man erst, wenn man ganz genau hinschaut und sich in diesen Mikrokosmos hineinzoomt“, sagt der Fotograf. Genau hinschauen - das können die Besucherinnen und Besucher im Kreishaus-Foyer. Auf 20 großformatigen Bildern sind bizarre Wesen, Großaufnahmen von farbenprächtigen Insektenköpfen und Detailansichten zu sehen.

  • Aktion zum Ferienende : Polizei kontrolliert Reiserückkehrer im Kreis Kleve
  • Die nächste Impfkampagne im Kreis Kleve
    Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie zu Corona im Kreis Kleve wissen
  • Der Rhein bei Emmerich hat derzeit
    Trockenheit im Kreis Kleve : Rheinpegel bei 18 Zentimetern – kommen weitere Dürre-Maßnahmen?

Seit Juli 2022 ist der Kreis Kleve Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“. Neben der Fotoausstellung werden zudem an verschiedenen Kreisgebäuden Insekten-Nistwände angebracht. Die Besucher der Kreisverwaltung sollen so für das Thema Insektenschutz sensibilisiert werden – verbunden mit der Hoffnung, dass die Schönheit der Natur dazu anregt, selbst etwas für die Insekten im Garten und auf dem Balkon zu tun.

Ulrich Werneke ist Geschäftsführer des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve, eine von 40 Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen, die sich für den Erhalt der Vielfalt unserer Tier- und Pflanzenwelt einsetzen. Dafür übernehmen sie unter anderem die Betreuung zahlreicher Schutzgebiete im Kreis Kleve.