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1. FC Kleve: Kapitän Fabio Forster fordert eine Leistungssteigerung

Fabio Forster spricht Klartext : „Wir wollen den Schalter umlegen“

Der Kapitän des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve spricht über den Fehlstart, das Niveau in der Liga und den nächsten Gegner. Am Sonntag empfängt das Team den 1. FC Monheim.

Fabio Forster ist seit Jahren der Drahtzieher beim Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve – und zwar auf und neben dem Platz. Der 31-jährige Mittelfeldspieler spielt bereits die zwölfte Saison für die Senioren des Fusionsklubs. Zwischenzeitlich kickte der Kapitän jeweils eine Spielzeit lang für die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter (2011/2012) und den SC Düsseldorf-West (2016/2017). Am Sonntag, 15 Uhr, trifft er mit seiner Mannschaft vor heimischem Publikum auf den 1. FC Monheim. Im Interview spricht er über den Gegner, das erste Saisonspiel und das Niveau der Oberliga.

Der Saisonstart des 1. FC Kleve ging in die Hose. Mit 0:1 unterlag das Team TuRU Düsseldorf, die Leistung stimmte nicht. Wie blicken Sie auf die Partie?

Fabio Forster Wir waren alle sehr unzufrieden und enttäuscht, weil wir verdient verloren haben. An dem Tag hätten wir keinen Punkt verdient gehabt. Allerdings wollen wir den Start auch nicht überbewerten: Es war eben nur ein Spiel. Nun müssen wir zügig den Schalter umlegen, sodass wir die ersten Punkte einfahren.

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In der Offensive lief wenig zusammen, defensiv war das Team anfällig. Was muss nun gegen den 1. FC Monheim besser werden?

Forster Wir haben ganz klar festgehalten, dass wir vom Kopf her nicht da waren. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich für uns, weil wir gerne über die Einstellung kommen. TuRU Düsseldorf war immer einen Tick galliger, etwas aggressiver. Und genau das ist in Partien mit Teams, die etwa auf Augenhöhe unterwegs sind, entscheidend. Diese unbedingte Gier müssen wir wieder an den Tag legen.

In der Vorbereitung hatte der 1. FC Kleve alle Testpartien verloren. Spielt das nun gedanklich noch eine Rolle?

Forster Nein, das ist kein Hemmschuh. Daran denken wir nicht. Wir sind ja keine junge Truppe, die in der Sommervorbereitung dringend Selbstvertrauen hätte tanken müssen. Diese Pleiten berühren uns also nicht. Im Training merkt man, dass Zug drin ist und die Jungs Bock darauf haben, die ersten Punkte zu holen. Wir arbeiten sehr fleißig. Das ist entscheidend.

In der Oberliga hat zuletzt ein kräftiges „Aufrüsten“ stattgefunden. Ex-Profis wie Samed Yesil (Germania Ratingen), Levan Kenia (KFC Uerdingen) oder Assani Lukimya (MSV Düsseldorf) sind nun in der Spielklasse unterwegs. Wer ist der Top-Favorit auf den Aufstieg?

Forster Da fällt einem natürlich sofort der Name KFC Uerdingen ein. Sie wollen sofort wieder hoch in die Regionalliga. Außerdem glaube ich, dass die SSVg. Velbert gute Chancen hat. Dahinter könnten auch Germania Ratingen und der VfB Hilden für eine Überraschung sorgen.

Wo soll es in dieser Saison für den 1. FC Kleve hingehen?

Forster Wir haben in der vergangenen Saison gesehen, dass es uns sehr weit führen kann, wenn wir unsere Leistung abrufen. Hätten wir zum Saisonende nicht eine Schwächephase gehabt, hätten wir sogar Fünfter werden können. Nun wollen wir erst einmal dafür sorgen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Und dann geht es uns um einen einstelligen Tabellenplatz. Sollte es doch noch dazu kommen, dass eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde eingeführt wird, möchten wir auf jeden Fall oben mitkicken. Klar ist aber auch, dass es Mannschaften mit ganz anderen finanziellen Möglichkeiten gibt, die nun auch wieder kräftig eingekauft haben. Wir müssen also wieder ans Leistungslimit gehen.

Am Sonntag geht es im Heimspiel gegen den 1. FC Monheim. Wie stark ist das Team?

Forster Seitdem wir in die Oberliga aufgestiegen sind, haben wir noch nicht gegen den 1. FC Monheim gewonnen. Es stehen bislang nur zwei Unentschieden zu Buche. Das soll sich nun ändern. Für mich gehört der 1. FC Monheim ins obere Tabellendrittel. Er kommt direkt nach der absoluten Spitzengruppe. Er hat eine richtig starke Mannschaft. Und zwar nicht nur von den Namen her. Sie treten auch als eingeschworener Haufen auf. Außerdem entwickelt sich der Verein toll, zuletzt wurde dort das Stadion neugebaut. Da kommt also einiges auf uns zu. Allerdings motiviert es mich und uns noch einmal extra, dass wir noch nie gegen Monheim gewonnen haben. Es ist nun an der Zeit.