Turnerschaft St. Tönis: Heinecke hofft aus Revanche

Frauen-Handball Oberliga : Heinecke hofft aus Revanche

Die St. Töniser Handball-Frauen erwartet in Weiden ein heißer Tanz.

(mcp) Ohne entsprechende Vorbereitung läuft im Sport gar nichts. Sollte man zumindest meinen. Die Nordrheinliga-Frauen der Turnerschaft St. Tönis brachten diese landläufige Meinung zum Saisonauftakt ein wenig ins Wanken. Obwohl die Mannschaft von Trainerin Miriam Heinecke im Sommer selten bis gar nicht komplett trainieren konnte und der Testlauf auf die neue Spielzeit dementsprechend holprig verlief, sorgte die Turnerschaft mit dem Erfolg in Bonn gleich zu Beginn für ein echtes Ausrufezeichen. „Training wird überbewertet,“ wurde im Anschluss in Mannschaftskreisen scherzhaft konstatiert. Selbstverständlich werden die St. Töniserinnen die Übungseinheiten nicht einstellen und sich zu ihrem nächsten Gegner Gedanken machen. Und dies erscheint durchaus sinnvoll. Mit dem Gastspiel beim HC Weiden wartet am Sonntag (16 Uhr) bereits die nächste große Herausforderung. In der vergangenen Saison ging es in einem offenen Schlagabtausch in beiden Duellen hoch her. Das kleine Finale um den vierten Tabellenplatz verloren die St. Töniserinnen am letzten Spieltag knapp mit 28:31. „Von daher gibt es noch eine Rechnung zu begleichen“, betont Heinecke und setzt bei der Revanche auf die Tugenden aus dem Bonn-Spiel: „Wir müssen vor allem im Defensivverbund wieder geschlossen auftreten und so entschlossen verteidigen. Auf diese Weise können wir dann ins gewünschte Tempo kommen. Zudem müssen wir in heiklen Situationen kühlen Kopf bewahren. Die Halle in Weiden ist sehr klein, mit einem lautstarken Publikum im Nacken.“ Angesichts der zweiten hohen Auswärtshürde in Folge trifft es sich gut, dass die Übungsleiterin kadertechnisch aus dem Vollen schöpfen kann. „Das erhöht logischerweise noch einmal die Optionen und spart Kräfte für die entscheidende Phase“, freut sich Heinecke. Und falls das alles nicht helfen sollte, aufgrund des Feiertages trainiert die Turnerschaft unter der Woche nur ein einziges Mal. Dürfte also nichts mehr schiefgehen.