Handball: St. Töniser Frauen erobern Platz vier

Frauen-Handball : St. Töniser Frauen erobern Platz vier

Auch ohne die grippal erkrankte Trainerin Miriam Heinecke gibt es einen 31:29-Sieg.

(mcp) Eine erkrankte Übungsleiterin, einige verletzte Spielerinnen, dazu ein starker Aufsteiger als Herausforderer – die Bedingungen vor der letzten Hinrundenpartie in der Nordrheinliga hätte für die Frauen der Turnerschaft St. Tönis wahrlich angenehmer sein können. Allen Widrigkeiten zum Trotz setzte sich die Turnerschaft am Sonntagmittag in der Corneliusfeldhalle knapp mit 31:29 (16:12) gegen den HC Weiden durch und eroberte in der Tabelle den vierten Rang.

Da eine hartnäckige Grippe das Mitwirken von Trainerin Miriam Heinecke verhinderte, teilten sich die ebenfalls angeschlagenen Spielerinnen Lena Beckers, Anna Greverath und Sofia Bergmayer den Trainerjob an der Seitenlinie. Heinecke hatte sich gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen zunächst den richtigen Plan zurechtgelegt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (2:2) bestimmten die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte das Geschehen auf der Platte. Wirkungsvoll verteidigte die Turnerschaft mit ihrer 5:1-Deckung und zwang die Gäste immer wieder zu Abspielfehlern. In zahlreichen Szenen machte es Weiden den St. Töniserinnen allerdings wirklich leicht. Gedanklich scheinbar noch in der Winterpause erlaubte sich der Aufsteiger viele Nachlässigkeiten und fand im ersten Durchgang nie zu seinem gewohnten Rhythmus. Vorwerfen konnte man der Turnerschaft lediglich, dass sie sich ihrerseits den ein oder anderen technischen Fehler leistete und die erste und zweite Welle nicht konsequent genug zu Ende spielte. Somit war die Partie nach dem Seitenwechsel plötzlich vollkommen offen. Weiden agierte nun konzentrierter, setzte vor allem die Außen gut in Szene und führte zwölf Minuten vor dem Ende sogar mit 24:22.

Die St. Töniserinnen taten sich in der zweiten Hälfte vor allem im Positionsspiel schwer, indem sie in der jetzt aggressiveren Deckung des Tabellenfünften stellenweise keine Lücke in Richtung Tor fanden. Dies hatte zur Folge, dass sich die Turnerschaft mit großem Einsatz und Kampf das Glück in der Schlussphase verdienen musste. Satte vier Zwei-Minuten-Strafen gegen die Gäste innerhalb der letzten fünf Minuten nahmen die Gastgeberinnen dann aber dankend an und sicherten sich letztendlich verdient die beiden Zähler.

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