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Kempener Stadtverwaltung zieht in die neuen Gebäude an der Schorndorfer Straße

Schorndorfer Straße : Einzug in das neue Kempener Rathaus

Die Bauarbeiten sind weitgehend erledigt, die neuen Möbel sind geliefert. Nach und nach zieht ein Teil der Verwaltung in das neue Domizil an der Schorndorfer Straße.

Seit Donnerstag packen die Mitarbeiter von Jugendamt, Amt für Soziales und Senioren sowie Schulverwaltungs- und Sportamt ihre Sachen. Geschätzt knapp 1500 Umzugskartons haben sie an ihren bisherigen Standorten am Buttermarkt und an der Bockengasse sowie an der Antoniusstraße in St. Hubert gefüllt, die nun ins neue Rathaus an der Schorndorfer Straße gebracht werden.

Bis es so weit war, gab es für die Planer rund um Projektleiter Ralph Braun allerdings einiges zu tun. Viele Entscheidungen galt es zu treffen. Von der Auswahl der richtigen Stühle und Tische über die Verteilung der Mitarbeiter auf die drei Gebäude bis hin zu der Frage, wie der neue Komplex eigentlich heißen soll. Beim Namen habe man überlegt, was wohl die Kempener auf der Straße dazu sagen und sich für eine simple Lösung entschieden: „Rathaus am Bahnhof“. Um die Orientierung zu erleichtern, hat die Stadt zusammen mit einer Agentur ein Farbsystem erarbeitet. Die drei Häuser werden bezeichnet als Nord, in Blau markiert, Mitte in Rot und Süd in Gelb – die drei Farben, die auch im Stadtwappen zu finden sind. In den drei Häusern mit ihren elf Etagen gibt es 80 Büros sowie sechs Besprechungsräume, dazu neun Teeküchen und zwei größere Küchen.

Die Möbelpacker haben ihre Arbeit getan, das Mobiliar steht bereit. Foto: Ulrike Gerards

Im mittleren der neuen Rathäuser soll zukünftig der zentrale Eingangsbereich mit Empfangstheke sein. Das wird aber erst später kommen. Taktile und farbige Markierungen auf dem Boden weisen dann den Weg. Im mittleren Haus ist im Erdgeschoss der größte Besprechungsraum, der in Krisenfällen als Stabsraum genutzt werden soll. Außerdem sitzt in diesem Gebäude zukünftig der Leiter des Dezernats B. Dort kann der neue Dezernent Bennet Gielen bei Amtsantritt am 1. April sein Büro beziehen.

Auch die Jugendamtsleitung und das Schulverwaltungsamt werden dort ihre Büros erhalten. Im Haus Süd wird das Jugendamt zu finden sein. Im Haus Nord werden das Amt für Soziales und Senioren, die IT-Abteilung sowie später auch das Rechnungsprüfungsamt zu finden sein.

Neben den Projektplanern waren auch Hochbauamt, Tiefbauamt und Grünflächenamt rund um die Neubauten beschäftigt, die der Straelener Investor Hout für rund zehn Millionen Euro errichtet hat. Die IT-Abteilung war schon vorab vor Ort, um alles einzurichten. In den vergangenen Wochen wurden die neuen Möbel angeliefert, am Donnerstag die vorerst letzten. Bei einigen Kleinigkeiten gab es noch Engpässe bei den Zulieferern. Daher wird der Betrieb nun nach und nach aufgenommen. Der eine oder andere Karton mit Akten wird vielleicht ein wenig später ausgepackt. Aber im Großen und Ganzen ist Ralph Braun zufrieden, wie gut die Lieferungen geklappt haben.

Vieles muss sich am neuen Standort noch einspielen. Man habe schon bei den Abstimmungen gemerkt, dass die Abteilungen unterschiedlich arbeiten würden. „Da gab es ganz unterschiedliche Fragen, die bei den Mitarbeitern aufkamen“, erzählt Braun.

Einige Prozesse werden völlig neu aufgestellt werden. Von der Nachlieferung der letzten Einrichtungsgegenstände bis hin zur Programmierung der elektronischen Türen wird es in den nächsten Wochen noch viele Detailfragen zu klären geben, die sich erst im laufenden Betrieb ergeben. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es aufgrund der Umstellung in der Datenverarbeitung und Einrichtung der Arbeitsplätze in der folgenden Woche noch zu Problemen in der Erreichbarkeit kommen kann. Wegen einer internen Veranstaltung sind die umgezogenen Ämter am Dienstag nur eingeschränkt erreichbar