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Kita-Ausbau in Kempen kommt in die Gänge

Kita-Ausbau : Stadt Kempen hat Architekten, der neue Kindergärten planen kann

Die Planung für den ersten neuen Kindergarten in St. Hubert soll mit Hochdruck vorangetrieben werden. Auch Räume für Kindergroßtagespflege werden gesucht.

In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses herrschte noch relative Ratlosigkeit, wie die Stadt Kempen es schaffen will, dass zum neuen Kindergartenjahr möglichst wenig angemeldete Kinder ohne Betreuung bleiben. Mindestens 60 Plätze sollen nach Angaben des Jugendamtes zum 1. August fehlen. Möglicherweise müsse die Notgruppe mit 22 Plätzen im „Haus für Familien – Campus“ wieder geschlossen werden, weil es keine weitere Genehmigung für den Betrieb gibt, solange die Stadt keine konkrete Planung für eine neue Kita beim Landschaftsverband vorlegen kann.

Im Haupt- und Finanzausschuss nahm der Technische Beigeordnete Torsten Schröder am Donnerstagabend den Politikern auf Nachfrage zumindest die Sorge, die „Campus“-Gruppe könne nicht fortgeführt werden. Nach Angaben von Schröder steht die Stadt kurz vor der Beauftragung eines Architekten, der bereits Kindergärten in Leverkusen und Gelsenkirchen gebaut hat. Die gelten für die Stadt Kempen nun als Referenzobjekte. Die Pläne für diese Einrichtungen müssten nun auf die Kempener Bedürfnisse angepasst werden, so Schröder. Dann muss Baurecht für den ersten neuen Kindergarten, der neben der Kita „Bärenstark“ an der Bendenstraße in St. Hubert gebaut werden soll, geschaffen werden.

Ob die Kita rechtzeitig zum Beginn des Kindergartenjahres 2021/22 fertig sein wird, will der Baudezernent indes nicht versprechen. Die Stadt plant mit demselben Architekten eine weitere Kita an der Bendenstraße sowie einen neuen Kindergarten am Schmeddersweg in Kempen.

Außerdem prüft die Stadtverwaltung derzeit, ob in frei werdenden Räumen des Jugendamtes an der Antoniusstraße eine weitere Großtagespflege für Kinder eingerichtet werden kann.