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Kaarst: Neues Dach für Grundschule

Kaarst : Neues Dach für Grundschule

Die Sommerferien nutzt die Stadt, um Abriss-, Sanierungs- und Neubauarbeiten über die Bühne zu bringen. Vor allem Schulen und Kindergärten werden auf Vordermann gebracht. Die NGZ sagt, wo derzeit gearbeitet wird.

Baustellen haben einen unschönen Nachteil: Bevor aus ihnen etwas Neues entsteht, bringen sie erst einmal viel Lärm und Dreck. Deshalb werden größere Abriss-, Sanierungs- und Neubauarbeiten von der Stadt häufig in den Sommerferien erledigt — wenn viele Kaarster im Urlaub sind. Vor allem Schulen und Kindergärten werden dann auf Vordermann gebracht.

An der Matthias-Claudius-Grundschule an der Grünstraße zum Beispiel wird dieser Tage das Hauptdach "gemacht". Was sich nach "mal eben" anhört, ist tatsächlich mit ziemlichem Aufwand verbunden. Die alten Dachpfannen müssen komplett runter, auf der Geschossdecke wird eine neue, moderne Wärmedämmung verlegt, dann kommen die neuen Dachpfannen drauf. Kostenpunkt: 100 000 Euro. "Zu tun", sagt Wolfgang Vogel, bei der Stadt Leiter des Bereiches Gebäudewirtschaft, "gibt es in den Ferien immer."

Welche Gebäude wann saniert werden, richtet sich nach Schwere der Schäden. "Das Dach der Matthias-Claudius-Schule", erklärt Manfred Meuter, Technischer Dezernent im Rathaus, "ist so alt wie das Gebäude selbst", also gute 50 Jahre. Von der Sanierung und den Dämmarbeiten verspricht sich die Verwaltung deutliche Einsparungen bei den Energiekosten. "Wie hoch die genau sein werden", sagt Meuter, "ist allerdings schwer zu beziffern."

Unter anderem unter der Erde wird derzeit an der Realschule Halestraße gearbeitet. Die Grundleitungen der Schulhofentwässerung müssen für 80 000 Euro erneuert werden. Außerdem wird eine der drei Heizzentralen — nämlich die in der Turnhalle — auf den technisch aktuellen Stand gebracht, für rund 47 900 Euro.

Ebenfalls sanierungsbedürftig sind die Toiletten im Außenbereich der Realschule und am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG). Weil die Mädchentoiletten an beiden Schulen in einem optisch schlechteren Zustand sind und das Geld im Haushalt für die Instandsetzung der kompletten Sanitäranlagen fehlt, werden in diesem Sommer zunächst die Mädchentoiletten auf Vordermann gebracht. Kosten: 50 000 Euro an der Halestraße, 65 000 Euro am AEG.

"Die Räume", sagt Lothar Knappe, technischer Angestellter im Bereich 69, "müssen dafür komplett entkernt werden. Die Trennwände und Toilettenbecken werden herausgeholt, anschließend werden die Wasserleitungen werden neu verlegt. Am Ende soll ein ganz neuer Eindruck entstehen. Wir planen auf jeden Fall eine ,robuste' Ausstattung."

(NGZ)