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Hückeswagener Wohngruppe „Nordlicht“ wurde offiziell eingeweiht

Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte : Wohngruppe „Nordlicht“ wurde offiziell eingeweiht

Freunde, Förderer und Gäste waren nach Scheideweg gekommen, um mit Bereichsleiterin Claudia Schmitz den jungen Bewohnern der Gruppe sowie dem Team um den Gruppenleiter und Sozialpädagogen Felix Breidenbach die Einweihung zu feiern.

Ein gutes Jahr gibt es die Gruppe „Nordlicht“ des Jugend- und Sozialwerks Gotteshütte an der August-Hermann-Francke-Straße 2 in Scheideweg nun schon. Konzipiert wurde sie für Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Jetzt wurde sie auch offiziell eingeweiht. Bei strahlendem Sonnenschein waren zahlreiche Freunde, Förderer und Gäste nach Scheideweg gekommen, um zusammen mit Claudia Schmitz, Bereichsleiterin in der Gotteshütte, den jungen Bewohnern der Gruppe sowie dem Team um den Gruppenleiter und Sozialpädagogen Felix Breidenbach die Einweihung zu feiern. Sascha Viehoff, Geschäftsführer der Gotteshütte, lobte das Engagement des Teams und warf in seinem Grußwort einen Blick auf Francke, einen evangelischen Theologen und Pädagogen des 17. Jahrhunderts, dessen Arbeit gut zur neuen Gruppe passe. „Es ist ganz passend, dass die Gruppe an dieser Straße untergebracht ist. Denn Francke hat in Halle/Saale Waisenkindern ein Zuhause gegeben und sie unterrichtet. Er hat 50 Jahre lang an seinen Kinder- und Jugendeinrichtungen gebaut, die Franckeschen Stiftungen wurden 1698 eingeweiht und bestehen bis heute.“

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Die neue Wohngruppe der Gotteshütte sei aus der Motivation heraus entstanden, den Kindern und Familien in schweren Lebenssituationen nach christlichen Maßstäben zu helfen. „Ich möchte den neuen Bewohnern und dem Team ein Bibelwort mit auf den Weg geben: ‚Die auf den Herren harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler.‘ Dieser Satz steht auch in den Franckeschen Stiftungen“, sagte Viehoff. Das wünsche er zum einen den Kindern, aber auch den Betreuern. „Euch sollen Adlerflügel wachsen, damit ihr euer eigenes Leben starten könnt und all seinen Herausforderungen gewachsen seid“, sagte Viehoff.

Die Idee, eine stationäre Wohneinrichtung für Kinder zu gründen, sei ihr schon lange im Kopf herumgegangen, sagte Schmitz. Die Bereichsleiterin ergänzte: „Im Februar 2018 ist sie dann Realität geworden. Besonders bedeutsam ist hier, dass die Eltern immer mit im Boot sind, denn sie sind der wichtigste Bezugspunkt im Leben der Kinder.“ Der Gruppenname sei passend ausgewählt, weil das Nordlicht sich ständig verändere – wie das Kinder und Familien eben auch machten. „Damit das klappt, musste sich hier ein neues Team zusammenfinden. Und das hat im vergangenen Jahr hervorragend funktioniert“, sagte Schmitz.

Gruppenleiter Breidenbach warf einen kurzen Blick auf das vergangene Jahr zurück, das vor allem von der Selbstfindung als neue Gruppe geprägt gewesen sei. „Wir haben neun Einzüge und einen Auszug erlebt, aber auch alle Jahreszeiten mit allem, was dazugehört“, sagte Breidenbach. Eine Praktikantin hatte während ihrer Arbeit in der Gruppe mit den Bewohnern einen Film gedreht, der im Anschluss gezeigt wurde und einen guten und humorvollen Einblick in den Gruppenalltag gab. „Das ist praktisch eine Art Imagefilm geworden“, sagte Breidenbach.