Fast 900 Sportler beim ATV-Triathlon in Hückeswagen

Wettkampf : Fast 900 Sportler beim ATV-Triathlon

Bestes Wetter bescherte den Organisatoren des 36. ATV-Triathlons eine erfolgreiche Veranstaltung mit vielen gutgelaunten Sportlern. Die Volks- und Mitteldistanztriathleten lieferten sich einen harten Wettkampf um den Sieg.

Unzählige Zuschauer säumten am Samstag das Ufer der Bever-Talsperre, wie auch die Lauf- und Radstrecken. Sie verfolgten den spannenden Wettkampf der Volks- und Mitteldistanz-Triathleten und feuerten die Sportler kräftig an.

Die Stimmung war bestens und die Sportler mit der Organisation der Sportveranstaltung mehr als zufrieden. Der Triathlon kombiniert Schwimmen, Radfahren und Laufen – eine echte Herausforderung für jeden Amateur. Jedes Jahr mobilisiert der ATV über 200 Helfer, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. Mit 60 Einsatzkräften, Booten, Rettungsboards und Kajaks sorgte die DLRG für die Sicherheit der Schwimmer. „Wir mussten nur eine erschöpfte Person aus dem Wasser holen“, berichtete Marco Steyer von der DLRG zufrieden.

Da die Volkstriathleten aufgrund der hohen Wassertemperatur keinen Neoprenanzug tragen durften, war das Schwimmen anstrengend. „Dadurch hat man weniger Auftrieb, das unterschätzen viele“, erklärte Steyer. Einen schweren Job hatte Silke Vollbrecht als Streckenposten in der Wechselzone. Immer wieder rief sie den Radfahrern „Liga links abbiegen, Mittel geradeaus“ zu, da viele die Hinweisschilder schlichtweg übersahen. „Es ist Pflicht des Athleten, sich um die Streckenführung im Voraus selbst zu kümmern“, sagte Horst Schwiegerhaus, Triathlon-Trainer des TSV Bayer-Leverkusen. Letztlich fanden alle Sportler den richtigen Weg über die Rad- und Laufstrecke bis zum Sportplatz an der Schnabelsmühle, wo Stadionsprecher Jörg Langfeld die einlaufenden Triathleten namentlich ankündigte.

Bis auf einige Schürfwunden kamen alle wohlbehalten ins Ziel. „Wir können froh sein, dass es nicht mehr so heiß ist wie in der letzten Woche“, sagte Hans-Peter Propach vom Roten-Kreuz-Team. Die DRK-Mitglieder waren ebenso vor Ort wie Dr. Ronald Grobe, der an der DLRG-Wache bereitstand.

Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt: Darunter Profis wie Ironman Weltmeisterin Beate Görtz bis hin zu Paratriathlet Benjamin Lenartz und Traditionsteilnehmer Hans-Georg Peppinghaus (74), der erstmals nach seiner schweren Erkrankung wieder an den Start ging. Wenn es der Wettkampfkalender zulässt, kommt Andrea Memminger aus Bergisch Gladbach, die einst für den ATV startete, zum Triathlon nach Hückeswagen. So auch am Samstag: „Es war sehr böig auf der Strecke und beim Wechsel ist mir jemand ins Rad gerutscht“, berichtete sie nach dem Lauf. Dennoch war sie mit dem Ergebnis (1.13:43) zufrieden. Für Mountainbiker Peter Rast war das Schwimmen ein Kampf, der Rest funktionierte problemlos. „Den Triathlon in Hückeswagen mache ich nur mit, weil hier eine super Atmosphäre ist“, verriet der 63-jährige ATVler.

Die schnellsten Triathleten in der Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 70 km Radfahren, 21 km Laufen) waren Fabian Rahn vom Team Indeland (3.51:00 Stunden) und bei den Frauen Beate Görtz vom ASV Köln Triathlon (4.20:26). Im Volkstriathlon (500m - 20 km - 5 km) siegten Chris Zimmermann vom Tri Club Wuppertal (1.01:28) und Carolin Meyer vom MACH3 Köln (1.08:20).

Am Stand des Therapie- und Rückenzentrums Hückeswagen ließen sich viele Sportler die verhärteten Waden massieren. „Durch die ständige Belastung verkrampfen sich die Muskeln und die Achillessehne zieht sich zusammen. Die versuchen wir wieder ein bisschen auf Länge zu kriegen“, erklärte Physiotherapeutin Vanessa Hartmann. Ab 14 Uhr ehrte ATV-Vorsitzender Jörg von Polheim die Sieger Er lobte die Leistung der Sportler und der Organisatoren. „Es ist toll, was das altbewährte Team jedes Mal wieder auf die Beine stellt“, lobte von Polheim. Am Abend folgte auch gleich das Helfer-Dankes-Fest auf dem Sportplatz.

Mehr von RP ONLINE