Hückeswagen: Die Stadt ordnet zwei Fachbereiche neu

Hückeswagen: Die Stadt ordnet zwei Fachbereiche neu

Den Abschied von Michael Kirch, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales, nimmt die Stadt zum Anlass, die Fachbereiche umzustrukturieren. So wird Kirchs Bereich aufgesplittet - ein Teil wird dem Bauamt zugeordnet, der andere erweitert.

Es ist kein Aprilscherz, zumal der 1. April in diesem Jahr ohnehin auf Ostersonntag fällt und damit kein Arbeitstag bei der Stadtverwaltung ist. Ab diesem Tag - genauer am Dienstag, 3. April - wird die Ebene unterhalb des Bürgermeisters neu geregelt sein. Während die Fachbereiche I (Steuerungsunterstützung, Service) mit Leiterin Isabel Bever (Kämmerin) und ihren Stellvertretern Jörg Tillmanns sowie Christian Schulz und IV (Regionales Gebäudemanagement) mit Dieter Klewinghaus und seiner Stellvertreterin Michaela Garschagen unverändert bleiben, wird aus dem bisherigen Kirch-Aufgabengebiet die Fachbereiche II (Bildung und Soziales) und III (Ordnung und Bauen). Letzteren wird Andreas Schröder leiten, dessen Stellvertreter Roland Kissau und Stefanie Heymann sind. Für den Bereich Bildung und Soziales steht nur Sabine Erxleben als Stellvertreterin fest - für diesen Fachbereich wird ein neuer Leiter und damit Nachfolger von Michael Kirch gesucht, der zum Monatsende in den Ruhestand gehen wird.

"Wir wissen schon lange, dass Michael Kirch uns verlassen wird", sagte Bürgermeister Dietmar Persian in einem Pressegespräch. Im Führungsteam habe man seitdem überlegt, ob die Verwaltung richtig aufgestellt ist "in all den Dingen, die in Zukunft auf uns zukommen", sagte Persian. Das Führungsteam habe daher entschieden, die Verwaltungsebenen unterhalb des Bürgermeisters umzubauen. Und das vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel.

"Wir haben immer mehr ältere Menschen, die zudem lange in ihrem eigenen Bereich leben", sagte der Bürgermeister. Die Familienstrukturen sähen heute anders aus, "deswegen müssen wir uns als Gesellschaft insgesamt um diese Menschen kümmern". So gibt es in der Schloss-Stadt etwa das Senioren-Netzwerk und Nachbarschaftshilfen.

"Das Thema ist eigentlich nicht unseres", betonte Persian. Die Stadt kümmere sich dennoch darum. "Denn da stehen große Veränderungen für uns an." So würde etwa das aktuelle Hausärztemodell in absehbarer Zukunft auslaufen und müsste durch medizinische Versorgungszentren ersetzt werden. Überhaupt ändere sich die Zusammensetzung der Bevölkerung. "Daher kommen im sozialen Bereich verstärkt Aufgaben auf uns zu", sagte Persian.

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Deshalb wird der aktuelle Fachbereich II aufgesplittet und der neu geschaffene Bereich Bildung mit dem Bereich Soziales zusammengelegt, denn die Verwaltung sieht in diesen beiden Themengebieten weitere wichtige Aufgaben für die Zukunft. Der Bereich Ordnung wird derweil dem Bauamt von Andreas Schröder zugeschlagen. "Das mag sich nicht sofort erschließen", sagte der Bürgermeister. "Aber es gibt einige Schnittpunkte." Etwa bei der Straßenunterhaltung und beim Verkehr. Auch beim Tourismus, der im Bürgerbüro angesiedelt ist, gebe es häufig Dinge, in die Schröder involviert sei.

Der Nachteil des Fachbereichs II (Ordnung und Bauen) ist, dass das Bauamt im Schloss, der Rest jedoch am Bahnhofsplatz angesiedelt ist. "Das ist in der Tat suboptimal", gestand Persian. Aber es gehe nicht anders. "Die Kollegen sind jedoch digital vernetzt, und Andreas Schröder wird künftig auch tageweise in einem Büro im Bürgerbüro arbeiten." Stadtkämmerin Isabel Bever, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, versicherte: "Es wird keine Veränderungen bei den Zuständigkeiten der Ansprechpartner für die Bürger geben."

Bis zum 23. März läuft die Bewerbungsphase (siehe Info-Kasten) für die Kirch-Nachfolge. Eine erste externe Bewerbung ist bereits eingetroffen.

(büba)