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Ruricher Hilfswerk O.S.T. übergibt Hilfspakete an „Wir für Ruanda – ACA“

Von Rurich nach Ruanda : Bekleidung und medizinisches Material für Heim bei Kigali

Der Verein „Wir für Ruanda – ACA“ aus Oberbruch freut sich über eine Spende von Hilfsgütern aus Rurich für sein in der Nähe der ruandischen Hauptstadt Kigali gelegenes „Children’s Hope Center“. Benedikt Graf von Dürckheim: „Gerade in der Pandemie-Zeit brauchen Notleidende in anderen Teilen der Welt Unterstützung.“

In dem Center wird für Kinder mit geistiger Behinderung ein ganzheitliches Förder- und Betreuungskonzept auf Basis der ruandischen Landeskultur und unter Vermittlung christlicher Werte angeboten. Die Beschulung zielt auf die Bildung eigenständiger und zugleich in die Gemeinschaft integrierte junge Persönlichkeiten ab, die dazu befähigt werden sollen, ihr Schicksal je nach individueller Veranlagung weitestgehend selbst in die Hand nehmen zu können.

Die Grundgedanken von Hilfe zur Selbsthilfe in Würde sowie Bildung als Schlüssel für eine positive Zukunft in der eigenen Heimat haben von Anfang an auch die Arbeit des Ruricher Hilfswerkes-OST geprägt. Daher lag die über die Plattform „HS – ein Kreis hilft“ angebahnte projektbezogene Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen aus dem Kreis Heinsberg nahe. Das Ruricher Hilfswerk förderte in jüngster Vergangenheit beispielsweise bereits ein erfolgreiches Vorhaben zur Schulrenovierung bei Rayak im libanesisch-syrischen Grenzgebiet und unterstützt gegenwärtig unter anderem ein Projekt zur beruflichen Bildung und zum Brunnenbau in Tansania.

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In Kooperation mit der Stiftung Schloss Rurich stellt das Ruricher Hilfswerk dem Verein „Wir für Ruanda“ für Kinder und Mitarbeiter Sportbekleidung, Pullover sowie Arbeitskleidung und medizinisches Material aus eigenen Lagerbeständen zur Verfügung. Es handelt sich um insgesamt 150 Kartons, in denen sich etwa 5000 Einzelteile befinden. Der Vorsitzende des Vereins „Wir für Ruanda“, Bernd Bierbaum, ist glücklich über die schnelle und unbürokratische Bereitstellung der Hilfsgüter aus Rurich, die in Ruanda eine große Wertschätzung erfahren werden.

Benedikt Graf von Dürckheim und sein Bruder Viktor-Emanuel als Vertreter des Ruricher Hilfswerkes, das nach ersten Hilfsgütertransporten 1986 nach Polen gegründet wurde, und der Stiftung Schloss Rurich sind erfreut über die sinnvolle Verwendung der Hilfsgüter in Ruanda. „In einer Zeit, in der Europa pandemiebedingt vornehmlich mit eigenen Problemen beschäftigt ist, möchten wir ein Zeichen setzen und dazu aufrufen, nicht die notleidenden Menschen in anderen Teilen dieser Welt zu vergessen, die ebenfalls gerade jetzt ganz besonders unsere Aufmerksamkeit, Solidarität und Unterstützung benötigen“, unterstreicht Benedikt Graf von Dürckheim. „Nicht Worte zählen, sondern Taten. Wir hoffen, dass die Kleidung vielen Menschen, vor allen den Kindern, Freude bereitet und sie stark macht auf ihrem persönlichen Lebensweg.“

(RP)