Ökumenisches Adventskonzert in St. Johannes der Täufer Ratheim 2019

Adventskonzert in Ratheim : Ruhe im Advent abseits der Schnäppchenjagd

Bei der „Adventsmusik“ in Ratheim erlebten die Besucher Kirchenchöre, Singekreis und Solisten im Konzert.

Ein besonderer Dank, mit Geschenk, galt zum Ende der „Adventsmusik“ in der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Ratheim der evangelischen Pastorin Susanne Bronner, die letztmals ihre seit langer Zeit in diesem jährlichen Konzert gesprochenen Zwischentexte als „Impulse“ mit jeweils neuen Gedanken zur Vorweihnachtszeit gebracht hatte. Das Traditionskonzert wird vom Kirchenchor von St. Johannes und dem Evangelischen Singekreis Ratheim-Gerderath mit Instrumentalsolisten angeboten, dabei auch der Kirchenchor von St. Bonifatius Schaufenberg.

Vorwiegend einstimmige Lieder und Stücke zur Zeit hatten die Gemeinschaften und Solisten mit Gesamtleiter und Kantor Georg Pusch ausgewählt, dankbar mit Applaus bedacht von gut 100 Zuhörern, darunter auch einige Kinder. Ein gutes Gemisch aus bekannten und weniger bekannten Liedern erfüllte die Erwartungen der Besucher, die mehrfach Gelegenheit zum Mitsingen erhielten wie bei „Gottes Wort“, „Mach hoch die Tür“ und dem Schlusslied „Möge die Straße…“.

Im adventlichen Ambiente mit der großen Krippe am rechten Seitenaltar und dem großen Adventskranz an roten Bändern auf der linken Seite führte als Solo Ferdi Mertens an der Violine das „Menuett g-moll“ von Johann Sebastian Bach auf, von dem anschließend die junge Oboistin Anna Schmitz die „Sinfonia“ zu Gehör brachte. Das Instrument erwies gerade unter den guten akustischen Bedingungen des drei­schiffigen Kirchenbaus und dessen Chorraums seine Eignung als Klangkörper für ebenso zarte wie raumfüllende Tonfolgen. Akzente erfuhren dabei sowohl das „Ave Maria“ in der Komposition von Cacchini wie auch „Consolation“, das zu den drei lyrischen Stücken des Eifelers Hans Ludwig Schilling zählt. Dabei auch das „Adagio“ aus dem „Concertino“ von Georg Friedrich Händel.

Der Chor aus den drei Gemeinschaften zeichnete sich mit dem Klassiker „Maria durch ein Dornwald ging“ im Satz von Peter Planyavsky ebenso aus wie mit „Das Licht einer Kerze“ in der Komposition von Peter Janssens, der „Hoffnung unter uns“ von Kathi Stimmer-Salzeder. Zweistimmig-bemerkenswert das textlich aus dem Alt-Lateinischen stammende „O, komm, o, komm, Emanuel“ im Satz des Briten David Willcocks, vervollständigt wurde das Konzert vom Chor mit „Segne und behüte uns“ im Satz von Diethelm Strauch sowie mit dem zeitgenössischen „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ von Eugen Eckert. Hatte Georg Pusch das Konzert eröffnet an der Großorgel mit Bachs „Nun kommt der Heiden Heiland“, begleitete Heinz-Peter Küppers die Solisten an der E-Orgel.

Susanne Bronner hatte die Besucher begrüßt, mit dem Konzert wolle man einen Beitrag leisten, den Menschen Ruhe im Advent zu bringen, Vorbereitung zu leisten auf Weihnachten, Fest zur „Geburt Jesu“, abseits von der „Black-Friday-Schnäppchenjagd“. Man könne sich „auf eine wunderbare Stunde“ freuen – der Schlussapplaus bestätigte die Ankündigung.