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Hilden: Neuer Regio-Chef für die Commerzbank

Hilden : Neuer Regio-Chef für die Commerzbank

Klaus Tenbült leitet ab sofort den Bereich Privat- und Geschäftskunden der Commerzbank Region Hilden, zu der auch die Filialen Haan, Langenfeld, Erkrath und Benrath mit mehr als 61 000 Kunden gehören.

Klaus Tenbült ist diplomierter Bankbetriebswirt und Financial Planer. Nach seiner Ausbildung bei der Dresdner Bank in Duisburg war er im Wertpapiergeschäft und in der Vermögenskundenberatung tätig. 2003 übernahm er die Leitung der Anlageberatung für die Region Rhein-Ruhr, dann das Geschäft der Region Niederrhein. Zuletzt war er für die Region Krefeld verantwortlich. Sein Vorgänger in Hilden, Carsten Lattermann, hat ein neues Aufgabengebiet in Gütersloh übernommen.

Die Commerzbank (die nach der Fusion mit der Dresdner Bank in der Finanzkrise mit Steuergeld gerettet werden musste) habe viel Zeit und Aufwand in die Marktforschung investiert und 14000 Kunden befragt, erläuterte Harald Mögebauer, Vorsitzender der Geschäftsleitung Privat- und Geschäftskunden Rheinland-Nord, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Hilden. Ergebnis: Das Privatkundengeschäft werde bis 2016 grundlegend umgestaltet. Entscheidend seien die Kundenzufriedenheit. Die Commerzbank wolle eine Multikanal-Bank mit modernster Technik werden.

Was das bedeutet, erläuterte der neue Chef für die Region Hilden. Das Online-Angebot soll ausgebaut werden. Gleichzeitig will das Geldinstitut keine Filialen schließen und so die persönliche Beratung in der Fläche sicherstellen, betonte Klaus Tenbült. Die Bank sei für Kunden telefonisch rund um die Uhr erreichbar. Als erster Anbieter in Deutschland biete sein Haus Kunden jetzt eine photoTAN. Sie erfülle höchste Sicherheitsansprüche im Online- und Mobil-Banking und schütze vor Angriffen durch Schadprogramme (Trojaner), die speziell für das Online-Banking entwickelt wurden. Bei der Immobilienfinanzierung biete die Commerzbank eine neutrale Beratung mit mehr als 250 regionalen und überregionalen Anbietern. "Ich halte eine unabhängige Beratung für einen wesentlichen Schlüssel, um Kundenvertrauen zurückzugewinnen", unterstrich Tenbült.

Die Commerzbank unterstützt auch in diesem Jahr wieder die Unicef-Gala. Die 32. Benefizveranstaltung für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen findet am 7. und 8. Dezember in der Stadthalle statt. Vor einer Woche wurden die Verträge unterschrieben, freut sich Bürgermeister Horst Thiele. Erfinder und Macher Heribert Klein wird wieder durch das Programm führen. Ob das auch künftig so sein wird, ließ der 64-jährige PR-Chef der Commerzbank NRW offen. Er gehe im August mit 65 in den Ruhestand: "Ich schaue nur auf ein Jahr. Wichtig ist, dass meine Gesundheit mitmacht." Er werde der Stadt Hilden nie vergessen, dass er hier seine Idee von einer Benefiz-Veranstaltung für Unicef habe verwirklichen können, versicherte Klein: "Wir sind 1981 mit 300 Zuschauern gestartet. Einnahme für Unicef damals: 4770 Mark." In den vergangenen 31 Jahren haben über 35 000 begeisterte Besucher (Eintrittspreis: 30 Euro) mehr als 250 Künstlern aus 37 Ländern im Dienst der guten Sache auf der Bühne zugejubelt. Dabei kamen 2,354 Millionen Euro für Unicef zusammen. "Die Unicef-Gala Hilden ist die älteste, kontinuierliche Benefizveranstaltung, unterstützt von einem Unternehmen, weltweit", ist Heribert Klein stolz: "Das ist eine Marke, die werden wir nicht aufgeben." Und deshalb ist er schon längst wieder dabei, prominente Künstler für die Teilnahme zu gewinnen: "Das ist an einem Dezember-Wochenende wirklich schwer. Alle Top-Leute haben dann ein Engagement. Künstler, die unter diesen Umständen nach Hilden kommen, müssen wirklich ein großes Herz für Unicef haben."

(RP/ac)