Grevenbroich: Stadt investiert Millionen in den Neurather Sportplatz

Planungen beginnen in Kürze : Stadt investiert Millionen in den Neurather Sportplatz

In Kürze beginnen die Planungen für den Umbau der Sportanlage in Neurath. Das Projekt, das mit einem Millionen-Zuschuss des Bundes unterstützt wird, soll voraussichtlich im Jahr 2022 abgeschlossen werden.

Mit einem Volumen von rund 3,2 Millionen Euro wird die Neurather Sportanlage wieder auf Vordermann gebracht. Bis spätestens 2022 will der Erste Beigeordnete Michael Heesch dieses Projekt abgewickelt haben. Am Mittwoch wird er den Mitgliedern des Sportausschusses einen Überblick zum Stand der Dinge geben. „Wir liegen gut im Zeitplan“, signalisiert Heesch. Die Stadt hat bereits eine Fachfirma mit dem Bau des Kunstrasenplatzes beauftragt. In Kürze soll auch ein Ingenieurbüro für die Renovierung des Sportplatzgebäudes verpflichtet werden. Dann kann geplant werden.

Mit 1,4 Millionen Euro Fördergeldern aus dem Bundeshaushalt ist Großes an der Glück-auf-Straße geplant. Die gesamte Anlage wird neu gestaltet – oder: „Am Ende des Tages werden wir eine moderne Sportstätte haben, vielleicht sogar die modernste im Rhein-Kreis“, hofft Daniel Rinkert, Ratsherr und Vorsitzender der SG Frimmersdorf-Neurath. Die Auswirkungen dieses Vorhabens seien schon jetzt, weit im Vorfeld, spürbar: „Gerade im Jugendbereich erreichen uns viele Anfragen für eine Mitgliedschaft – die SG steht wieder im Fokus.“

Nach den Plänen der Stadtverwaltung werden die Arbeiten im Jahr 2021 starten. „Zunächst steht die Renovierung des Sportplatzgebäudes auf dem Plan“, berichtet Michael Heesch. Die in die Jahre gekommene Immobilie wird energetisch saniert und barrierefrei ausgestattet – inklusive eines Aufzuges, der außen angebracht wird. Auch eine Terrasse ist geplant. Keine Zukunft gibt es für das in dem Gebäude untergebrachte Lehrschwimmbecken. Das Bad wird aufgegeben, an seiner Stelle werden neue Umkleiden entstehen – „nicht nur für die Spieler, sondern auch für Schiedsrichter und Menschen mit Behinderung“, sagt Daniel Rinkert.

Die alte Turnhalle mit ihrem abgenutzten Boden wird ebenfalls erneuert. Sie soll künftig nicht nur den Sportvereinen, sondern auch anderen Gruppen und Gemeinschaften zur Verfügung gestellt werden, etwa für Gymnastikstunden und ähnliche Angebote. Umgebaut werden soll ebenfalls die auf dem Sportplatz stehende alte Hausmeisterwohnung. Dort werden die SG und der TTC Frimmersdorf-Neurath sowie die SVG Grevenbroich künftig ihre Geschäftsräume beziehen.

Sind die Gebäude saniert, geht es auf dem Außengelände weiter. Der jetzige Natur- wird in einen Kunstrasenplatz umgewandelt, der mit einer LED-Flutlichtanlage ausgestattet werden soll. Eine Tartanlaufbahn und eine Weitsprunganlage runden das Projekt ab. Die Stadt zahlt für die gesamte Sportplatz-Sanierung einen Eigenanteil von rund 1,8 Millionen Euro, der auf die Haushaltsjahre 2019 bis 2022 verteilt wird.

Sobald das Vorhaben abgeschlossen ist, sollen die Sportplätze in Frimmersdorf aufgegeben werden. „Ohnehin werden sie in Mitleidenschaft gezogen, wenn RWE ab 2024 die geplante Rheinwasser-Transportleitung über die Rasen- und Asche-Spielfelder verlegen wird“, sagt Michael Heesch. Offen ist noch, ob der Energiekonzern die Anlagen aus den Händen der Stadt erwerben wird – „Bürgermeister Klaus Krützen führt Gespräche in dieser Sache“, weiß Daniel Rinkert. Wünschenswert sei es, das Vereinsheim in Frimmersdorf zu erhalten. „Dort könnte ein Treffpunkt für die örtlichen Vereine eingerichtet werden“, meint der SPD-Ratsherr. Ob das Gebäude saniert oder „durch ein neues, etwas kleineres Haus ersetzt werden könnte“, müsse in den kommenden Jahren noch erörtert werden.

Dass das Projekt jetzt vorankommt, freue die Sportler, sagt der Vereinsvorsitzende: „Künftig können wir uns noch mehr der Inklusion und Integration widmen, die zu unseren Schwerpunkten zählen“, betont Rinkert, der auf eine Fertigstellung schon im Jahr 2021 hofft. Das Projekt sei ein zusätzlicher Gewinn für die beiden südlichen Stadtteile, die nach SPD-Meinung in den vergangenen zehn Jahren stark aufgewertet worden seien „und eine hervorragende Entwicklung genommen haben“.

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